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Aktuell

Effizienzhaus Plus

 

Seit Ende 2011 kann das "Energieüberschusshaus" in Berlin besichtigt werden. Das Gebäude erzeugt mehr Energie als es verbraucht und bietet somit einen Blick in die Zukunft des Wohnens.

BMVBS – Effizienzhaus-Plus




Bundesbauminister Ramsauer auf der DEUBAU 2010 in Essen

 

Messe Essen
© Messe Essen

Bundesbauminister Peter Ramsauer hat am 12. Januar 2010 die 24. Internationale Baufachmesse DEUBAU in Essen eröffnet. In zwölf Hallen präsentierten etwa 650 Aussteller die neuesten Produkte, Techniken und Dienstleistungen rund um das Bauen und Planen.

Ramsauer hob in seiner Eröffnungsrede die Exportchancen der deutschen Bauwirtschaft hervor:

"In der vergangenen Woche wurde in Dubai das mit 828 Metern höchste Gebäude der Welt feierlich eröffnet. Es hat mich sehr gefreut zu erfahren, dass mehr als 30 deutsche Firmen am Bau des Burj Chalifa beteiligt waren. Das zeigt einmal mehr, dass Bauleistungen und Bauprodukte "Made in Germany" Weltspitze sind. Die deutsche Bauwirtschaft hat international enorme Chancen. Wir werden die deutschen Exportinteressen im Baubereich deshalb mit allem Nachdruck unterstützen."

Der Bausektor ist auch für die Binnenwirtschaft von zentraler Bedeutung. Mit fast zwei Millionen Beschäftigten in Deutschland und einem Anteil von mehr als 50 Prozent an den gesamten Anlageinvestitionen ist die Bauwirtschaft ein wesentlicher Faktor für die Konjunktur in Deutschland.

Ramsauer meint
© Messe Essen

Ramsauer weiter: "Da steckt noch viel Entwicklungspotenzial drin. Der Schlüssel für eine weitere erfolgreiche Entwicklung des Bau- und Immobiliensektors liegt aus meiner Sicht in drei Faktoren:

Erstens in der Steigerung der Qualität des Bauens, zweitens in einem leistungsfähigen Mittelstand und drittens – und das halte ich für besonders wichtig – in einer hohen Innovationsfähigkeit der Branche.

Wie innovativ die Baubranche schon heute ist, zeigt sich zum Beispiel daran, dass von den knapp 8.200 deutschen Patentanmeldungen am Europäischen Patentamt in den Jahren 2000 bis 2007 rund 42 Prozent auf baurelevante Technikbereiche entfielen.

In den fünf größten europäischen Binnenmärkten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien) kamen im selben Zeitraum wiederum fast 84 Prozent der Baupatentanmeldungen aus Deutschland.

Messestand
Informationsstand der Forschungsinitiative
© Gabriele Metzger

Das Bundesbauministerium unterstützt die Innovationsfähigkeit der Baubranche mit seiner Forschungsinitiative "Zukunft Bau". Mit der Initiative wollen wir neue Impulse für Innovationen geben und die Kompetenz, die Leistungs- und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Bauwirtschaft nachhaltig stärken

Im fachübergreifenden Verbund von wissenschaftlichen Einrichtungen werden komplexe Themen- und Forschungsfelder gemeinsam bearbeitet. Die daraus resultierenden Ideen und Konzepte finden mittlerweile weltweites Interesse und Anerkennung.

Die Technische Universität Darmstadt hat z. B. mit "Plus-Energie-Häusern" den renommierten Wettbewerb "Solar Decathlon" in Washington D.C. 2007 und 2009 gewonnen. Deutschland darf sich somit als inoffizieller Solarbauweltmeister bezeichnen. Klar ist, dass wir uns in Deutschland in nicht mit dem Mittelmaß zufrieden geben, sondern Spitzenpositionen einnehmen wollen."

Ebenso beträchtlich wie ihre wirtschaftliche Bedeutung sind die Auswirkungen der Bauwirtschaft und ihrer Wertschöpfungskette auf Energieverbrauch und Umwelt.

Bundesminister Ramsauer: "40 Prozent des Energieverbrauchs entfallen in Deutschland auf den Gebäudebereich, 50 Prozent aller der Natur entnommenen Rohstoffe werden durch das Bauen verbraucht, mehr als 60 Prozent aller Abfallmassen kommen aus dem Gebäudesektor. Diese Zahlen zeigen: Im Gebäude- und Immobiliensektor stecken enorme wirtschaftliche und ökologische Potenziale, die wir gemeinsam erschließen müssen."




Der deutsche Beitrag gewinnt erneut den Solar Decathlon 2009 in Washington DC

 

Solarhaus

Der von der Forschungsinitiative ZUKUNFT BAU unterstützte deutsche Beitrag hat dieses Jahr erneut den weltweit renommierten Preis im "Solar Decathlon" in Washington D.C. gewonnen. Der Preis wird vom amerikanischen Energieministerium ausgelobt und gilt als "inoffizielle Weltmeisterschaft der Solarhäuser". Am Endausscheid nahmen 20 Teams aus Universitäten aus Amerika und Europa teil.
Das preisgekrönte zweistöckige Wohngebäude, das von Studierenden der Technischen Universität Darmstadt unter Leitung von Prof. Manfred Hegger entwickelt wurde, ist damit ebenso erfolgreich wie das erste, einstöckige Modell, das 2007 den Preis gewann. Beide Häuser produzieren durch kluges Design und modernste Technik mehr Energie, als sie verbrauchen. Der großartige Erfolg unterstreicht die führende Position Deutschlands beim energieeffizienten Bauen.

Staatssekretär Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup:
"Ich gratuliere dem Team zu diesem großen Erfolg. Ich freue mich, dass wir mit unserem Forschungsprogramm dieses zukunftsweisende Projekt unterstützen können. Das sind gut investierte Mittel. Sie stärken die Zukunftschancen der Bauwirtschaft und der Planer in Deutschland. Das Haus gibt wichtige Impulse für einen modernen, zeitgemäßen Wohnungsbau".

Auch dieses Projekt wurde durch die Forschungsinitiative "Zukunft Bau" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt. Das Haus besticht durch hohen Komfort und ansprechende, moderne Architektur. Mit der gewonnen Energie wird über eine Wärmepumpe gekühlt und geheizt. Eine Neuentwicklung ist die Kühldecke, die mit PCM-Elementen ausgestattet wurde.

Ein Modell des ersten Plus-Energie-Hauses wandert zur Zeit als Ausstellungspavillon für das energieeffiziente Planen und Bauen durch die Bundesrepublik. Am 22. Oktober wird es in Hamburg feierlich eröffnet. Im Haus kann man sich kostenfrei über neueste Architektur und Technik für mehr Energieeffizienz informieren und sich einen Überblick über die staatlichen Fördermöglichkeiten verschaffen.

Weitere Informationen:

Guido Hagel
Dipl.-Ing., Architekt
Referat II 3 – Forschung im Bauwesen, Gebäudemanagement
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Tel. +49(0)22899.401-1482


Dateidownload Solarhaus 1  Dateidownload Solarhaus 2

©Bilder: TU Darmstadt, SD09 Team Germany




Erfassung regionaltypischer Materialien im Gebäudebestand mit Bezug auf die Baualtersklasse und Ableitung typischer Bauteilaufbauten


Bericht des Zentrums für Umweltbewusstes Bauen e.V.

Energetische Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen müssen im Bestand mit besonderer Sorgfalt geplant und ausgeführt werden, um negative bauphysikalische Auswirkungen und Bauschäden zu vermeiden. Da es momentan keine zusammenhängenden Erkenntnisse über die Verbreitung oder Verteilung der Altbaumaterialien gibt, muss der ausführende Planer bei der Umsetzung auf unzureichende oder stark pauschalisierte Werte zurückgreifen.

Ziel der Forschungsaufgabe ist es, diese Defizite zu beseitigen. In der Deutschlandkarte werden die verstreut verfügbaren Informationen erstmals zusammenhängend erfasst. Gleichzeitig wird für Altbaumaterialien und Konstruktionen der Bezug zur Baualtersklasse und der Region hergestellt. Damit existiert eine Grundlage, auf deren Basis Erweiterungen und Vervollständigungen stattfinden sollen. Eine derart regional- und baualtersabhängig strukturierte Karte hilft den Verantwortlichen bei der Erreichung der notwendigen Planungssicherheit, da sie von einer fundierten Basis ausgehend arbeiten können. Somit können Einsparpotenziale optimal ausgenutzt sowie Bauschäden durch unzureichende bauphysikalische Ansätze vermieden werden.

Grundlage der Gliederung der Deutschlandkarte bildet die deutsche Gebäudetypologie des Instituts für Wohnen und Umwelt GmbH in Darmstadt, da eigene Überlegungen zu möglichen Klassifizierungskriterien, zu einer sehr ähnlichen epochalen Unterteilung führen. Die Beschreibung und Zusammenstellung der Materialien und Konstruktionen bezieht sich auf Gebäude, die bis Ende der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts errichtet wurden.

 
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Broschüre Zukunft Bau

Zukunft bauen
Das Magazin der Forschungsinitiative Zukunft Bau


Drei Jahre nach dem Programmstart im Jahr 2006 stellt die Forschungsinitiative Zukunft Bau in einer Broschüre die ersten Forschungsergebnisse vor.
Das Heft beinhaltet Berichte zu 15 abgeschlossenen Vorhaben aus der Antragsforschung, daneben gibt es Hintergrundtexte zu den verschiedenen Forschungsclustern und zur Auftragsforschung des BMVBS. Im Heft zu finden sind zudem Erläuterungen und spezifischen Programmdaten zur Forschungsinitiative Zukunft Bau. Zielpersonen sind Wissenschaftler, Studierende, Architekten, Fachingenieure und sonstige Interessierte aus der Fachöffentlichkeit.
Das Heft ist kostenfrei über das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) erhältlich.
 
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Zusätzliche Informationen:

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

 


Realisierung und Betrieb im Auftrag des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung:


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