Mein Zukunft Bau

Mittwoch, 04. Mai 2016
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Effizienzhaus Plus im Altbau: Modellvorhaben in Neu-Ulm offiziell eröffnet

Herr Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesbauministerium, weihte am 2. Mai 2016 die bundesweit ersten Mehrfamilienhäuser ein, die nach ihrer Sanierung mehr Energie erzeugen, als sie benötigen.

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Bild oben und unten: Effizienzhäuser Plus im Altbau, Pfuhler Straße in Neu-Ulm (Bauherr: NUWOG, Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm GmbH) (Quellen: Foto Eibe Sönnecken, Rendering: Werner Sobek Group GmbH)

Gefördert durch die Forschungsinitiative Zukunft Bau modernisierte die Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm GmbH (NUWOG) zwei Zeilenbauten aus den 1930er Jahren im Effizienzhaus Plus Standard. Am 2. Mai 2016 fand die offizielle Einweihungsfeier dieser ersten Modellvorhaben im sanierten mehrgeschossigen Wohnungsbau statt. Bei der Veranstaltung betonte der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold deren Signalwirkung auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand 2050: „Die Effizienzhäuser Plus im Altbau in Neu-Ulm setzen baukulturell wertvolle Maßstäbe für einen zukunftsfähigen Gebäudebestand 2050!“

Andreas Heipp, Geschäftsführer der NUWOG, hob die Bereitschaft aller Beteiligten hervor, Neues zu denken sowie neue und auch riskante Wege einzuschlagen und bedankte sich für das außerordentliche Engagement der Mitwirkenden. Für Gerold Noerenberg, Oberbürgermeister von Neu Ulm, stehen die beiden Effizienzhäuser Plus im Altbau im Zeichen der jungen aufstrebenden Stadt Neu-Ulm. Projekte dieser Art stärken die dynamische Entwicklung der Stadt und setzen ein Zeichen von bundesweiter Strahlkraft. Professor Werner Sobek nutzte die Vorstellung des Projekts Pfuhler Straße 6 + 8 und sprach über Chancen und Perspektiven der „Elektrischen Stadt“. Ruben Lang von o5 Architekten stellte das Modellvorhaben Pfuhler Straße 12+14 vor: Neben der energetischen Ertüchtigung stand vor allem die Schaffung eines Wohnkomforts entsprechend der heutigen Ansprüche im Fokus der Planungen.
Von den neu gestalteten, nutzungsneutralen und lichtdurchfluteten Innenräumen konnten sich die Interessierten bei dem anschließenden öffentlichen Rundgang überzeugen. 

Mit der Einweihung fiel der Startschuss für eine zweijährige Monitoringphase, in der beide Gebäudekonzepte in Bezug auf wirtschaftliche, ökologische und soziokulturelle Aspekte verglichen werden. Professor Christoph van Treeck (RWTH Aachen University) erläuterte, dass im Rahmen des energetischen Monitorings die Energieerträge und -verbräuche erfasst und mit den vorherberechneten Werten verglichen werden.

Die Modellgebäude sind Vorbild für die Wohnungswirtschaft aber auch für private Haushalte. Sie sollen die Entwicklung von Bestandsgebäuden mit einem Plus an Energie fördern.

Die Effizienzhäuser Plus im Altbau sind Teil des Netzwerkes Effizienzhaus Plus, das vom Bundesbauministerium gefördert und im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung wissenschaftlich begleitet wird. Aktuell umfasst das Netzwerk bundesweit über 36 Wohnungsbau  Modellvorhaben im Effizienzhaus Plus Standard vom Ein- bis zum Mehrfamilienhaus im Neu- und Altbau.

 

Ausführliche Steckbriefe zu den beiden Bauwerken finden Sie hier:

Pfuhlerstraße 4 und 6 (Architekt: Professor Werner Sobek, Stuttgart)

Pfuhlerstraße 12 und 14 (Architekt: Professor Manfred Hegger, Darmstadt/ Kassel)

Weitere Auskünfte: Informationsstelle Effizienzhaus Plus

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