Mein Zukunft Bau

Lebenszyklusorientiertes Management öffentlicher Liegenschaften am Beispiel von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen

Projektnummer

F20-06-1-138; 10.08.18.7-06.06

Laufzeit / Status

10.2006 - 03.2008 / abgeschlossen

Projektdetails

Beteiligte

Bauhaus-Universität Weimar, Professur Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen (Bearbeiter)

 

Prof. Dr.-Ing. Hans Wilhelm Alfen (Bearbeiter)

Dr.-Ing. Katrin Fischer (Bearbeiter)

Dipl.-Ing., Dipl.-Wi.-Ing. Anke Schwank (Bearbeiter)

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Frank Kiesewetter (Bearbeiter)

Dr.-Ing. Volkhard Gürtler (Bearbeiter)

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Wissenschaftseinrichtungen und Hochschulen stehen in den nächsten Jahren in Folge der Föderalismusreform und der Abschaffung des Hochschulförderungsgesetzes vor besonderen Herausforderungen, die nur unter effizienter Ausnutzung aller vorhandenen Ressourcen zu meistern sind. Insbesondere der kumulierte Bau-, Sanierungs- und damit Finanzierungsbedarf führt zu der Erkenntnis, dass immobilienbezogene Entscheidungen langfristig über den gesamten Lebenszyklus zu treffen sind, damit ein schleichender Wertverlust vermieden wird. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die anstehenden Veränderungsprozesse im Hinblick auf ein lebenszyklusorientiertes Liegenschaftsmanagement zu analysieren, zu strukturieren und wissenschaftliche zu begleiten. Im Rahmen der Forschungsarbeit wird ein Lösungsansatz gewählt, der die Analyse, Strukturierung und wissenschaftliche Begleitung von Veränderungsprozessen umfasst Die Untersuchung erfolgt auf drei Ebenen: 1. Inmobilienportfolioebene (Lebenszyklusorientierte Betrachtung des Gesamtbestandes an Liegenschaften), 2. Projektebene (Analyse und Bewertung lebenszyklusorientierter Vertrags- und Organisationsformen mit privater Beteiligung). 3. Datenebene (Analyse vorhandener Daten und Kennzahlen für eine Lebenszyklusbetrachtung, Erarbeitung eines Datenmodells zum Kostencontrolling). Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Umsetzung des Lebenszyklusansatzes im Liegenschaftsmanagement der Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen vor allem durch die organisatorischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt wird. Die Analyse der vorhandenen Modelle im Liegenschaftsmanagement hat ergeben, dass für ein Iebenszyklusorientiertes Management die Verantwortung für Planung, Bau und Betrieb aus einer Hand erfolgen sollte. Dies ist nur möglich, wenn die Funktionen für das Liegenschaftsmanagement gebündelt und zentral angesiedelt werden und die Institution den entsprechenden rechtlichen und wirtschaftlichen Handlungsrahmen zugewiesen bekommt. In den derzeitig überwiegend bestehenden Organisationsstrukturen kann der Lebenszyklusansatz im Liegenschaftsmanagement bei der Realisierung von Einzelmaßnahmen erst in geringem Maße umgesetzt werden. Mit der Beschaffungsvariante Public Private Partnership (PPP) steht allen Institutionen eine Möglichkeit zur Verfügung, um den Lebenszyklusansatz direkt in den bestehenden Strukturen, umzusetzen. Bei PPP übernehmen private Unternehmen Planung, Bau, Finanzierung, Betrieb und ggf. die Verwertung der Immobilie über einen langen Vertragszeitraum. Durch diese langfristige Bündelung der Verantwortung bestehen genügend Anreize, um Optimierungen im Lebenszyklus effizient umzusetzen. So wird als weiteres Ergebnis des Forschungsprojektes ein für Hochschulen, Wissenschaftseinrichtungen und Studentenwerken spezifischer PPP-Eignungstest zur Verfügung gestellt, der für potentielle Projekte eine erste qualitative Einschätzung der PPP-Eignung ermöglicht.

Schlagwörter

Wissenschaft; Einrichtung; Hochschule; Immobilie; Liegenschaft; Gebäude; Management; Lebenszyklus; Planung; Betrieb; Sanierung; Finanzierung; PPP; Public-Private-Partnership; Organisationsform; Vertragsform; Modell; Datenmodell; Universität; Studentenwerk; Immobilienmanagement; Bestand; Portfolio;

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