Mein Zukunft Bau

PPP-Krankenhäuser. Qualitative und quantitative Risikoverteilung und die Lösung von Schnittstellenproblemen bei der Umstrukturierung von Kliniken

Projektnummer

F20-07-1-025; 10.08.18.7-07.08

 

Laufzeit / Status

09.2007 - 05.2009 / abgeschlossen

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Projektbeschreibung.pdf

Projektdetails

Beteiligte

 

TU Bergakademie Freiberg, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl für Baubetriebslehre (Bearbeiter)

Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Dieter Jacob (Bearbeiter)

Cluster

Verbesserung der Bau- und Planungsprozesse

Projektbeschreibung

Im Zuge der Einführung der Fallpauschalen müssen öffentliche Krankenhausträger in nahezu allen Fällen massiv in die bauliche Infrastruktur und die Optimierung der Betriebsabläufe investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben, bzw. zu werden. Die lebenszyklusübergreifende Einbeziehung von privaten Partnern kann als Möglichkeit zur Sicherstellung und Verbesserung dieser medizinischen Infrastruktureinrichtungen verstärkt ins Auge gefasst werden. Aufgrund der mangelnden praktischen deutschen Erfahrungen in der Projektklasse PPP bei Krankenhäusern entsteht ein besonderer Forschungsbedarf. Das Ziel des Forschungsvorhabens besteht primär in der Erfassung und Allokation der Risiken zwischen Krankenhaus und privatem Partner sowie der wirtschaftlichen Lösung von Schnittstellenproblemen bei Einsatz von PPP. Grundsätzlich ist dabei die Frage zu klären, ab wann es wirtschaftlich sinnvoll ist, betriebliche Leistungen im Rahmen einer Gesamtlösung für das Krankenhaus zu erbringen oder als Teillösung im Rahmen des PPP, ohne dass dabei andere Funktionaleinheiten der Klinik berührt werden. Weiterhin ist auch die Variante der Leistungserbringung zu prüfen, in der das PPP eine Gesamtleistung für das Klinikum erbringt. Die Schnittstellenbetrachtung soll die bauliche Konzeption - mit und ohne Einbeziehung der Bestandsgebäude - rund um die anschließende Nutzung ermöglichen und so die Basis für zukunftsorientierte und wettbewerbsfähige Lösungen schaffen. Neben der rein baulichen Komponente sind auch Fragen der (Erst-)Ausstattung mit Medizintechnik der Betriebseinheiten zu klären, die im Rahmen eines PPP errichtet und betrieben werden. Dazu zählt auch die mögliche Einbeziehung der Wartung und Instandhaltung sowie Fragen der Erneuerung der Technik im PPP-Zeitraum. Die Risiken, die bei einem Krankenhausprojekt hinsichtlich Planung, Bau, baulicher Instandhaltung und Finanzierung sowie Betrieb auftreten, sind zu identifizieren und zu quantifizieren. Die bekannten Risikowerte aus der rein öffentlichen bzw. privatwirtschaftlichen Realisierung im Hochbau sind für eine partnerschaftliche Erfüllungsvariante Krankenhaus anzugleichen. Der Focus liegt hier auf der Risikoallokation zwischen den beiden Parteien, für welche national im Krankenhaussektor kein Beispiel besteht. Die Auswertung von in- und ausländischen Literaturquellen, der intensiven Recherche in Großbritannien und vor Ort in Frankreich haben wesentliche Erkenntnisse zu diesen Fragestellungen erbracht. Anhand von Musterbeispielen aus Großbritannien sind der qualitative Risikotransfer und vor allem der quantitative Risikotransfer dargestellt. In Frankreich konnten wertvolle Erkenntnisse bei der Umsetzung bei PPP im Krankenhaus in verschiedensten Bereichen gesammelt und anhand von Praxisbeispielen anschaulich beleuchtet werden. Für die Übertragbarkeit auf Deutschland wurden insbesondere die Rahmenbedingungen des Förderwesens und der Krankenhausfinanzierung dargestellt.

Schlagwörter

PPP; Public-Private-Partnership; Krankenhaus; Klinik; Umstrukturierung; Restrukturierung; Erweiterung; Schnittstelle; Risikoverteilung; Planung; Bauausführung; Instandhaltung; Finanzierung; Betrieb; Lebenszykluskosten;

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