Mein Zukunft Bau

Anwendungsorientierte Untersuchung eines in einer Wohnungslüftungsanlage integrierten Messsystems zur Diagnose der Luftdichtheit von Gebäuden

Projektnummer

F20-09-1-101; 10.08.18.7-09.01

 

Laufzeit / Status

04.2009 - 09.2010 / abgeschlossen

Sie können eine Kopie des Forschungsberichtes fb_F_2782 online auf www.baufachinformation.de bestellen: Zur Bestellung

Projektdetails

Beteiligte

 

Hochschule Bremen, ZETA - Zentrum für energieeffiziente Technik und Architektur (Bearbeiter)

Prof. Dr.-Ing. Rolf-Peter Strauß (Bearbeiter)

Dipl.-Ing. Timo Kaiser (Bearbeiter)

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Die Forschungsarbeit "Anwendungsorientierte Untersuchung eines in einer Wohnungslüftungsanlage integrierten Messsystems zur Diagnose der Luftdichtheit von Gebäuden" beschäftigt sich mit der Thematik, eine Raumdichtheitsprüfung analog zu der DIN EN 13829 mit Hilfe einer im Haus installierten Lüftungsanlage durchführen zu können. Im Zuge dieser Forschungsarbeit wurden zuerst verschiedene Verfahren und Abläufe erarbeitet, die aufzeigen, mit welchem Umfang eine Lüftungsanlage modifiziert werden muss, um eine Dichtheitsanalyse eines mit ihr ausgerüsteten Gebäudes durchführen zu können. Hierbei gliederte sich die Arbeit in die Bereiche der Analytik, der Sensorik, der entsprechenden Softwareentwicklung sowie einer praktischen Untersuchung im direkten Vergleich zu einem Blowerdoor-Test anhand modifizierter Lüftungsanlagen in zwei Häuser. Im analytischen Teil der Arbeit wurden Strukturen erarbeitet, die eine einfache und sichere Handhabe der Abläufe zur Luftdichtheitsanalyse, auch von nicht sachkundigen Personen gewährleisten. Die Sensorik beschäftigte sich mit der Entwicklung von Verfahren, die eine objektive Beurteilung der im Vorfeld bemusterten Sensoren auf ihre Tauglichkeit den Anforderungen des Messsystems entsprechend machen zu können. Als zu bestimmende Parameter zur Auswertung einer Luftdichtheitsanalyse müssen verschiedene Volumenströme und Drücke aufgenommen werden. Hierbei zeigte sich schnell, dass direkte Verfahren zur Volumenstrommessung in Rohrleitungen sehr kostenintensiv sind und nicht die geforderte absolute Genauigkeit des momentan herrschenden Volumenstroms erfüllen. Als praktikable, kostengünstige Variante wurde eine Kombination aus einem Messkreuz, in Verbindung mit einem Differenzdrucksensor als Volumenstromaufnahme gewählt. Es wurde außerdem eine Software, die eine sichere und unkomplizierte Durchführung der Luftdichtheitsanalyse durch den Endverbraucher gewährleistet, entwickelt. Anschließend, nach der Durchführung der Gebäudeanalyse, erhält der Benutzer hiermit einen Prüfbericht analog der DIN EN 13829. Entscheidend hierbei ist der n50-Wert, der eine direkte Aussage über die Luftwechselrate des Hauses, bei einem Druckunterschied von 5OPa, gibt. Die praktische Erprobung zeigte die Tauglichkeit des entwickelten Verfahrens vergleichbare Ergebnisse eines Blowerdoor-Tests zu erzielen. Hierfür wurden die Lüftungsanlagen zweier Häuser, entsprechend den entwickelten Erweiterungen, modifiziert und anschließend alle Sensoren auf die herrschenden Bedingungen abgeglichen. Die Ergebnisse der mit den Lüftungsanlagen durchgeführten Luftdichtheitsanalysen, wurden durch offizielle Blowerdoor-Tests bestätigt. Es zeigte sich, dass mit Hilfe des entwickelten Messverfahrens entsprechende Aussagen über den Zustand eines Gebäudes gefällt werden können.

Schlagwörter

Gebäude; Luftdichtheit; Dichtheitsprüfung; Diagnose; Messung; Anlage; Gebäudelüftung; Wohnungslüftung; Lüftungsanlage; Modifizierung; Messverfahren; Messsystem; Integration; Blower-Door-Test; Raum; Wohnraum; Wohnhaus; Dichtheit; Prüfung;

Weiterempfehlen

Twitter

Teilen

Facebook

Teilen

Ein gemeinsames Projekt von: