Mein Zukunft Bau

Etablieren komplexer veränderbarer Wohn- und Lebensformen für die Generation 50+ durch Umnutzung und Aktivierung partiell ungenutzter Bausubstanz in der vom Demographischen Wandel besonders betroffenen Modellregion "Stettiner Haff"

Projektnummer

F20-08-1-166; 10.08.18.7-09.02

 

Laufzeit / Status

06.2009 - 04.2011 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

rb Architekten, Leipzig (Bearbeiter)

 

Dipl.-Ing. Jana Reichenbach-Behnisch (Bearbeiter)

Dipl.-Ing. Antje Flämig (Bearbeiter)

Dipl.-Ing. Matthias Seidel (Bearbeiter)

Jens Kröckel (Bearbeiter)

Cluster

Demografischer Wandel

Projektbeschreibung

In ländlichen Regionen wie am Stettiner Haft, die vom Demographischen Wandel am meisten betroffen sind, werden durch den Wegzug junger Menschen im Jahr 2020 50 Prozent aller Bewohner älter als 57 Jahre sein. Die Ansiedlung großer Wirtschaftsunternehmen, die wieder Arbeitsplätze in die Regionen bringen würden, ist nicht zu erwarten. Die Generation 50 Plus als demnächst größte Bevölkerungsgruppe, die sich ein sicheres und lebendiges Wohnumfeld mit einem gut ausgebauten Dienstleistungsangebot und funktionierenden Netzwerken aus Kunst, Kultur und Fitness vor Ort und mit kurzen Wegen wünscht, wird dies im ländlichen Raum bald gar nicht mehr oder nur noch unvollständig vorfinden. Damit droht in den folgenden Jahren die weitere Entvölkerung der Regionen durch den zwangsweisen Wegzug älterer Menschen oder die gesellschaftliche Isolation einer ganzen (Land-)Generation. Oberflächlich betrachtet funktionieren die ländlichen Regionen heute oft noch gut mit Anbindung an sanierte Kleinstädte, bemerkenswerter Historie, reizvoller Landschaft und hohem Erholungspotential, einem ausreichenden und günstigen Immobilienangebot, mit einer relativen Nähe zu Ballungsgebieten und mit einer guten überregionalen Infrastruktur, in die bereits Fördermittel geflossen sind. Das vorhandene Potential des ländlichen Raums bietet oft eine sehr gute Grundlage für das Etablieren von zentralen 'Alterswohnsitzen', auch als Initialzündung für den Zuzug junger "Dienstleister" und ihrer Familien und für den Erfolg bestehender oder neuer Tourismuskonzepte. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden neue Raumstrukturen für ländliche Regionen entwickelt, die beispielhaft für die Region Stettiner Haff in Vorpommern und für ihre leerstehenden historischen Gebäude vorgestellt werden, und in denen die Generation 50 Plus jetzt und später die Generation 70 Plus ohne einen erneuten Ortswechsel leben kann. Als Modellprojekt wurde das Dorf Altwarp ausgewählt mit einem historischen Kasernengelände mit ehemaliger "Offizierssiedlung", mit Wald und Wasser, mit einem klassischen Ortskern, typischen Fischerkaten und Bauernhäusern. Diese Strukturen sind ideal für ein vielfältiges Angebot von angemessenem, preiswerten Wohnraum für Plus-50-Jährige - vom Ferienhaus oder Zweitwohnsitz bis zum Einfamilienhaus, über die altersgerechte Wohnung bis zum Pflegestützpunkt. Der Weg bis zur Aktivierung wird beispielhaft aufgezeigt. Die allgemeingültige Anwendung wird praktisch unterstützt durch Bedarfs- und Kriterienkataloge, die dieser Arbeit auch in Form von Fragenbögen und "Gebäudepass" beiliegen und welche die Handlungsempfehlungen insbesondere für betroffene und interessierte Kommunen und Gemeinden unterstützen.

Schlagwörter

Älterer Mensch; Wohnform; Lebensform; Altengerechtes Wohnen; Ländlicher Raum; Dorf; Bestand; Leerstand; Umnutzung; Aktivierung; Ausbau; Raumstruktur; Flexibilität; Demografischer Wandel; Bevölkerungsentwicklung; Altern; Überalterung; Ausgrenzung; Entvölkerung; Wegzug; Zuzug; Nachbarschaft; Dienstleistung; Mobilität; Netzwerk; Wohnumfeld; Zweitwohnsitz; Kaserne;

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