Mein Zukunft Bau

Entwicklung einer operativen Entwurfsmethodik, die es ermöglicht, den Klang jedes Architekturprojektes bereits in der Planungsphase in seinen komplexen Wechselbeziehungen zu gestalten

Projektnummer

F20-09-1-162; 10.08.18.7-09.42

Laufzeit / Status

12.2009 - 08.2011 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

Universität der Künste Berlin, Zentralinstitut für Weiterbildung -ZIW-, Forschungsstelle Auditive Architektur

M.A. Thomas Kusitzky

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Bei architektonischen und städtebaulichen Entwurfsprozessen lässt sich feststellen, dass das auditive Erleben in der Regel nicht systematisch berücksichtigt wird. Da die Art und Weise, wie der Raum gestaltet ist, jedoch unausweichlich seinen Klang bedingt und das Auditive konstitutiv für das Raumerleben ist, es zugleich aber einen Mangel an geeigneten auditiv-architektonischen Entwurfsverfahren und -instrumenten gibt, war das Ziel des Forschungsvorhabens die Entwicklung einer Methodik, die es ermöglicht, den Klang bereits während der Entwurfsphase bewusst zu gestalten. Anhand zweier auditiv-architektonischer Entwurfsprojekte - "Klangumwelt Ernst-Reuter-Platz" und "Klangkonzept Stadtpark Schlieren" - wurden folgende Fragen bearbeitet: Welches ist das auditiv-architektonische Gestaltungsmaterial? Wie lässt sich das auditive Erleben vergegenwärtigen und erfassen? Wie lässt sich ein auditiv-architektonischer Entwurf konzipieren und imaginieren? Wie können Gestaltungsmaßnahmen bestimmt und die notwendigen Gestaltungsmittel systematisiert werden? Wie lassen sich auditiv-architektonische Entwürfe darstellen? Wie muss der auditiv-architektonische Entwurfsprozess strukturiert sein? Die entwickelte auditiv-architektonische Entwurfsmethodik besteht aus zwei Hauptteilen: Teil A: Die auditiv-architektonische Erfassung. Sie dient der Vergegenwärtigung und dem Verstehen des auditiven Erlebens vor Ort und ist in drei Teilbereiche untergliedert: Kontextanalyse (Identifizierung der potentiellen Bedingungen für die Entstehung der Klangumwelt), Emergenz der Klangumwelt (Erfassung der erlebten Klangumwelt) und Interpretation (Interpretation der gewonnenen Materialien bezüglich der auditiv-architektonischen Zusammenhänge). Teil B: Das auditiv-architektonische Entwerfen. Dieser Teil umfasst die Konzeption und das Imaginieren der Klangumwelt, die mit dem Entwurf angestrebt wird. Das Entwerfen vollzieht sich dabei in einem Feld, das sich zwischen drei Polen aufspannt: Pol 1 - die konzeptuelle Basis, Pol 2 - das Imaginieren der Klangumwelt und Pol 3 - konkrete Gestaltungsmittel.

Schlagwörter

Städtebau; Architektur; Entwurfsmethode; Umwelt; Gestaltung; Raumgestaltung; Öffentlicher Raum; Akustik; Klang; Raumerlebnis; Erlebnisraum; Klangraum; Entwurfsprozess; Planungsprozess; Platz; Park; Stadtpark;

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