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Expertensystem zur Identifikation und Definition niedriginvestiver Maßnahmen zur Senkung des Energieumsatzes und des Schadstoffausstoßes im Gebäudebestand - EXECO2

Projektnummer

F20-09-1-006; 10.08.18.7-09.46

 

Laufzeit / Status

01.2010 - 10.2011 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

 

Univ. Stuttgart, Institut für GebäudeEnergetik -IGE-, Lehrstuhl für Heiz- und Raumlufttechnik (Bearbeiter)

Prof. Dr.-Ing. Michael Schmidt (Bearbeiter)

Dipl.-Ing. Jörg Arold (Bearbeiter)

Cluster

Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäude- und Quartiersbereich

Projektbeschreibung

Im Betrieb von Gebäuden wird in Deutschland ein Anteil von ca. 40 Prozent des gesamten Endenergieverbrauches umgesetzt, weshalb es sinnvoll ist an dieser Stelle nach Einsparpotenzialen zu suchen. Die Erfahrung aus bisher punktuellen Untersuchungen zeigt, dass der Energieumsatz zum Gebäudebetrieb nicht nur durch Sanierungsmaßnahmen, sondern auch durch Maßnahmen mit geringen Investitionskosten um bis zu 30 Prozent gesenkt werden kann. Hierfür werden Maßnahmen zur Verbesserung des Gebäudebetriebs an den Anlagen zur Heiz- und Raumlufttechnik, zur Trinkwassererwärmung, zur Kühlung und zur Beleuchtung sowie deren zugehörige MSR-Technik berücksichtigt. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, durch Bereitstellung eines sog. Expertensystems die Erschließung niedriginvestiver Verbesserungsmaßnahmen im Gebäudebestand zur Senkung des Energiebedarfs und der energieumsetzungsbedingten Emissionen in der Fläche, d.h. für möglichst viele Gebäude, zu ermöglichen und zu erleichtern. Die bisherigen Untersuchungen bzw. Handlungsanleitungen auf diesem Gebiet waren entweder stark auf die jeweiligen Objekte angepasst, beschränkten sich auf einzelne Gewerke oder waren auf eine andere Phase des Lebenszyklus des Gebäudes fixiert (Z.B. Konzeption und Planung) und nicht auf den Betrieb. Das erarbeitete Expertensystem stellt eine Handlungsanleitung zum Identifizieren niedriginvestiver Einsparpotenziale für die Phase des Gebäudebetriebs und für verschiedene Gewerke dar. Das mit der Inspektion von Anlagen bzw. dem Gebäudebetrieb betraute Personal wird in die Lage versetzt, sich schnell mit einem Gebäude und dessen Anlagen vertraut zu machen und niedriginvestive Energiesparpotenziale eigenständig zu identifizieren. Im ersten Schritt wird mittels einer Literaturrecherche ein Katalog möglicher Einsparpotenziale erstellt. Hierbei werden sowohl eigene Forschungsarbeiten, als auch Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen Dritter, Herstellerunterlagen sowie Normen und Richtlinien berücksichtigt. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Auswahl einer geeigneten Form für das Expertensystem. Nach einiger Überlegung wurde eine Checkliste mit unterschiedlichen Fragetypen ausgewählt. Diese bietet gegenüber anderen Dokumentationstechniken, wie z.B. Folgeplänen oder Organigrammen den Vorteil, dass unterschiedliche Informationen erfasst und auch gegenübergestellt werden können. Außerdem wird die Checkliste nicht unbrauchbar wenn Informationen nicht verfügbar sind, dadurch wird vermieden, dass der Anwender frustriert aufgibt. In diese Checkliste werden die Maßnahmen aus dem Katalog eingepflegt. Um sicherzustellen, dass das Expertensystem später in der Praxis akzeptiert wird - eine Grundvoraussetzung dass das System auch angewandt wird und funktioniert - werden Testläufe mit möglichen Anwendern des Expertensystems durchgeführt. Die Informationen und Rückmeldungen aus diesen Testläufen werden bei der endgültigen Ausarbeitung des Expertensystems berücksichtigt.

Schlagwörter

Gebäudebestand; Bestandsgebäude; Betrieb; Gebäudebetrieb; Energieeinsparung; Einsparpotenzial; Emissionsminderung; Gebäudetechnik; Haustechnik; Installation; Heizung; Heiztechnik; Kühlung; Kühltechnik; Lüftung; Raumlufttechnik; Beleuchtung; Trinkwassererwärmung; Regelung; Steuerung; Leittechnik; Gebäudeleittechnik; Maßnahme; Investitionskosten; Kostensenkung; Expertensystem; Leitfaden; Checkliste;

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