Mein Zukunft Bau

Analyse der Trennbarkeit von Materialschichten hybrider Außenbauteile bei Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen. Erstellung einer praxisnahen Datenbank für die Nachhaltigkeitsbeurteilung

Projektnummer

F20-10-1-066; 10.08.18.7-10.10

 

Laufzeit / Status

12.2010 - 08.2012 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

TU Darmstadt, Institut für Massivbau (Bearbeiter)

 

Prof. Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner (Bearbeiter)

Dipl.-Ing. Martina Clanget-Hulin (Bearbeiter)

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

In Zukunft sind im Rahmen der Zertifizierung mit dem Deutschen Gütesiegel für nachhaltiges Bauen sämtliche Umweltwirkungen und Kosten einer Baukonstruktion über alle Lebenszyklusphasen quantitativ zu bestimmen. Mit dem Forschungsvorhaben wird angestrebt, die Umweltwirkung von Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen hinsichtlich einer Reduzierung des Energie- und Materialverbrauchs zu untersuchen und eine Beurteilungsmethode zur objektiven Bewertung der Trennbarkeit unterschiedlicher Materialien bei Bauteilen der Außenhülle zu entwickeln. Im Rahmen der Forschungsarbeit wurde erstmalig die Trennbarkeit hybrider Außenbauteile untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Lösbarkeit aller Schichten nicht gegeben ist, jedoch lassen sich einzelne Schichten, wie beim WDVS die Putzschicht oder beim Kompaktdach die Abdichtungslage, ohne großen Arbeits- und Materialaufwand austauschen. Zur Bewertung der Trennbarkeit von Materialschichten hybrider Außenbauteile bei Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen wurde die bereits erprobte Beurteilungsmethode des Forschungsvorhabens zu Instandhaltungsmaßnahmen von Innenbauteilen angewendet und verifiziert. Die Studie stellt Basis-Daten zur Verfügung, die in die Planung von Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen und in die Erstellung von Umwelt-System Deklarationen (ESD) sowie in die Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden einfließen können. Basierend auf den Ergebnissen können Handlungsanweisungen und Verfahrenstechniken entwickelt werden, die aus ganzheitlicher Sicht einen optimalen Rückbau realisieren. Für Hersteller werden Benchmarks und Anhaltspunkte geliefert, welche Möglichkeiten zur Optimierung der Trennbarkeit insbesondere bei den WDVS bestehen. Ebenso können Lücken der aktuellen Entsorgungs- und Aufbereitungsverfahren, wie das werkstoffliche Recycling leicht verunreinigter EPS-Platten, identifiziert werden, die zukünftig durch neue Recyclingtechniken geschlossen werden sollten, um dem Ziel des Ressourcenschutzes zu folgen.

Schlagwörter

Altbau; Sanierung; Rückbau; Demontage; Außenbauteil; Gebäudehülle; Fassade; Flachdach; Hybridkonstruktion; WDVS; Wärmedämmverbundsystem; Baustoff; Material; Trennung; Lebenszyklus; Nachhaltigkeit; Nachhaltiges Bauen; Ökologie; Ökobilanz; Umweltwirkung; Beurteilungsverfahren; Datenbank;

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