Mein Zukunft Bau

Materialfeuchte-Monitoring an hochgedämmten Holzbauteilen des Demonstrationsbauvorhabens Plusenergie-Haus in der Fasanenstraße 87 in 10623 Berlin

Projektnummer

F40-11-1-003; 10.08.18.7-11.16

 

Laufzeit / Status

07.2011 - 03.2017 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

Antragsteller 

Dr.-Ing. Katrin Riesner

Ph.-Müller-Straße 12

23966 Wismar

Forscher

Dr.-Ing. Katrin Riesner

Ph.-Müller-Straße 12

23966 Wismar

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Ein Effizienzhaus Plus weist einen negativen Jahres-Primärenergiebedarf und einen negativen Jahresendenergiebedarf auf. Neben einer hoch energieeffizienten Haustechnik und eigenen regenerativen Energiequellen im und am Gebäude ist dafür eine dauerbeständig hochdämmende Gebäudehülle erforderlich. Am Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität in Berlin / Fasanenstraße bot sich über mehrere Jahre die Gelegenheit für ein messtechnisches Monitoring. 

Das hygrothermische Verhalten und die Dauerbeständigkeit der Gebäudehülle sowie das Innenraumklima wurde von Dezember 2011 bis Oktober 2016 mit 58 Messfühlern untersucht. Die Gebäudenutzung wechselte mehrfach im Untersuchungszeitraum, so dass Einflüsse aus dem Nutzerverhalten in die Untersuchungen eingebunden werden konnten. Untersuchungsziele dieses Monitorings waren:

  • eine thermische Bauabnahme mit einer IR-Thermografie nach Gebäudefertigstellung,
  • der Einfluss des Außenklimas auf das Innenraumklima mit Aussagen zur Behaglichkeit und zum sommerlichen Wärmeschutz,
  • der U-Wert der opaken Außenwände,
  • die Materialfeuchte der außenseitigen Gefachbeplankungen an Außenwänden, der Bodenplatte über dem Kriechkeller sowie am Dach außerhalb und im Bereich von Photovoltaikelementen,
  • die natürliche Konvektion in der Außenwanddämmung der NNO-Fassade, untersucht über deren Feuchteprofil sowie über Temperaturprofile im Dämmstoff,
  • Aussagen, ob hygrothermische Bedingungen für Schimmelpilzbefall nachweisbar sind sowie
  • die hygrothermischen Klimabedingungen im Kriechkeller.

 

Alle Messergebnisse bestätigen hygrothermische Bedingungen in den opaken Bauteilen, die kein Feuchteschadensrisiko im Untersuchungszeitraum von fast 5 Jahren aufzeigen. Schwerpunkte weiterer Untersuchungen sollten

  • die Vermeidung von Innenraumüberhitzungen bei langzeitig anhaltenden Hitzeperioden mit energieeffizienten Mitteln und
  • der Einfluss von PV-Elementen an der Fassade und auf dem Flachdach auf die sommerliche Innenraumüberhitzung sein.

 

Schlagwörter

Effizienzhaus, Holzrahmenbauweise, Außenwand, Flachdach, Kriechkeller, PV-Elemente, Materialfeuchte, Einblasdämmung, sommerlicher Wärmeschutz, natürliche Konvektion, in-situ-Messungen, Monitoring, U-Wert, Innenraumklima, sommerliche Überhitzung

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