Mein Zukunft Bau

Modulationsmöglichkeiten der Gebäudeaußenhaut mittels wärmesensitiver Aufnahmeverfahren

Projektnummer

F20-09-1-221; 10.08.18.7-11.22

 

Laufzeit / Status

10.2011 - 01.2012 / laufend

Sie können eine Kopie des Forschungsberichtes fb_F_2891 online auf www.baufachinformation.de bestellen: Zur Bestellung

Projektdetails

Beteiligte

 

Forschungsinitiative Gebäudehüllenmodulation, Andreas Hild und Dionys Ottl, München (Bearbeiter)

Faraneh Faroudi (Bearbeiter)

Cluster

Neue Materialien und Techniken

Projektbeschreibung

Das Forschungsprojekt "Modulationsmöglichkeiten der Gebäudeaußenhaut mittels wärmesensitiver Aufnahmeverfahren" erarbeitet neue Vorgehensweisen zur Formulierung einer gestalterischen Aussage bei der Nutzung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) im Bestand. Derzeit bieten moderne Systemlösungen zur Wärmedämmung wenig Möglichkeiten einer individuellen Gestaltung. In Verbindung mit der heutigen Notwendigkeit zur Dämmung von Gebäuden resultiert daraus die Gefahr, das Gesicht unserer Gebäude und Städte mit einheitlichen Systemlösungen in Beliebigkeit zu verwandeln.

Bei dieser Problemstellung setzt das Projekt an und erarbeitet anhand konkreter Untersuchungsobjekte Wege, gestalterische Aussagen mit der Notwendigkeit der WDVS zu verbinden.

Die Gestaltung unserer bebauten Umwelt ist eine Aufgabe, der sich Architekten, Ingenieure und Hersteller gemeinsam stellen müssen. Der Einsatz von WDVS ist, wie bei Baustoffen, Bautechniken und Bausystemen generell, sowohl auf technische wie auch auf gestalterischen Möglichkeiten hin zu untersuchen. Dies muss in enger Zusammenarbeit mit der Baustoffindustrie geschehen, um zu technisch einwandfreien sowie bezahlbaren Lösungen mit angemessenen Gestaltungsmöglichkeiten zu gelangen. Dabei geht es nicht um ein "Anhübschen" der vorhanden Systeme, sondern es geht um eine Weiterentwicklung der gestalterischen Möglichkeiten und Konsequenzen.

Der unterschiedliche Wärmedurchgang der verschiedenen Bauteile einer Bestandsfassade, eröffnet die Möglichkeit mit einer jeweils auf den Wärmedurchgang abgestimmten Dimensionierung des Dämmmaterials zu einer Modulation der Oberfläche zu gelangen, die sich aus dem jeweiligen thermischen Zustand des Bauteiles ableitet. Je nach Ausbildung der Dämmstoffdicken kann dies einerseits zu einem veränderten Ausdruck führen andererseits auch zu einer Ressourcen sparenden Verwendung des Materials, da stets nur soviel Dämmung zum Einsatz kommt, wie an der jeweiligen Stelle nötig.

Die Umsetzung solch eines Verfahrens wäre mittels Wärmebildaufnahmen zur Erfassung des individuellen Wärmedurchgangs eines Gebäudes sowie mittels Computerunterstützung für Entwurf und Herstellung des Materials (Dämmelemente) denkbar.

Schlagwörter

Fassadendämmung; Materialwahl; Wärmedämmung; Wärmedämmverbundsystem; WDVS; Bauen im Bestand; Altbausanierung; Gestaltungsmöglichkeit;

Weiterempfehlen

Twitter

Teilen

Facebook

Teilen

Ein gemeinsames Projekt von: