Mein Zukunft Bau

Ausrichtung der Heizungs-, Klima und Lüftungstechnik an den Bedürfnissen der Nutzer im Wohnungsbau unter Zugrundelegung von Wohnkonzepten

Projektnummer

F20-11-1-019; 10.08.18.7-11.42

 

Laufzeit / Status

01.2012 - 09.2014 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

 Zentralverband Sanitär Heizung Klima, Matthias Wagnitz, Am Neuen Markt 1, 14457 Potsdam

 

Cluster

Verbesserung der Bau- und Planungsprozesse

Projektbeschreibung

Das Nutzerverhalten hat bei hocheffizienten Gebäuden einen erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch. Aus diesem Grund weichen die später ermittelten Energieverbrauchswerte oftmals erheblich von den prognostizierten Bedarfsberechnungen ab. Die einerseits hieraus verursachten Unsicherheiten bei der Erstellung eines Energieausweises, aber auch die andererseits beträchtlichen Dimensionierungsungenauigkeiten für die Haus- und Klimatechnik hemmen die Akzeptanz der zugrunde liegenden Normen, Regelwerke und Anlagentechnik. Es besteht die Gefahr, die Nutzerakzeptanz für die mitunter sehr hohen Investionen zu verlieren, wenn die Verbrauchsprognosen und tatsächlicher Bedarf zu weit differieren.
Ziel des Forschungsantrags war die Abstimmung nutzergruppenspezifischer Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme, um möglichst eine gute Deckung zwischen errechnetem Energiebedarf und tatsächlichem, nutzerbeinflusstem Verbrauch zu erzielen. Auf Basis von systematisierten "Wohnkonzepten“, einer bestehenden Nutzergruppeneinteilung des GdW/InWIS, sollte eine zielgruppengenaue Auswertung des Nutzerverhaltens ermöglicht werden. Die Datenbeschaffung erfolgte über 615 Einzelinterviews von Wohnungsnutzern, einschließlich diskreter Beobachtungen und Messungen, sowie über 2653 Online-Fragebögen. Die erhaltenen Daten wurden datenbankbasiert aufbereitet und ausgewertet.
Wie sich im Laufe des Forschungsvorhabens gezeigt hat, waren die Wohnkonzepte für die Clusterung der Nutzer nicht trennscharf genug. Auf ihrer Basis wurden jedoch drei Nutzergruppen entwickelt („Komfort“-, „Öko“- und „Eco“-Gruppe), die sich in der Energieintensität Ihrer Beheizungswünsche unterscheiden. Daran angepasst wurde eine Regelungskonzept, das anders als bisher üblich von einem hohen energetischen Komfort ausgehend die dem Nutzer zur Verfügung gestellte Leistung nach seinen Wünschen beschneidet. Es wurde als Ausstattungsstandard ein technischer Minimalkonsens entwickelt, der aufgrund seiner Zusammenstellung intuitiv durch den Nutzer in der geplanten Weise bedient werden kann. Für darüber hinaus gehende Ausstattungsstandards wird die Rücksprache mit dem Nutzer empfohlen, weil das zu erwartenden Nutzerverhalten nicht in jedem Fall automatisch zu der jeweiligen Technik passt.
Das Forschungsvorhaben wird nach Beendigung im Rahmen einer VdZ-Arbeitsgruppe weiter geführt. Ziel ist die Entwicklung geeigneter Regelungen für Wärmeerzeuger. Das Thema wird auf diversen Plattformen diskutiert. Ein Kontakt zu den relevanten Normengremien für DIN EN 12831 (Heizlast) und DIN V 18599 (Energieausweis) wurde hergestellt mit dem Ziel einer Anpassung der relevanten Innentemperaturen. Schulungen für das Handwerk sind in Planung.    

Schlagwörter

Nutzerakzeptanz, Energieinsparung, Verhalten, Energieverbrauch

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