Mein Zukunft Bau

Ermittlung von Kennwerten für den Energiebedarf von Personenaufzügen in Wohn- und Nichtwohngebäuden - ein Beitrag zur Vervollständigung der Energiebilanz

Projektnummer

F20-11-1-018; 10.08.18.7-12.11

 

Laufzeit / Status

08.2012 - 06.2015 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

Karlsruher Institut für Technologie -KIT-, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl Ökonomie und Ökologie des Wohnungsbaus -ÖÖW- (Bearbeiter)

Prof. Dr.-Ing. Thomas Lützkendorf, Dipl.-Wi.-Ing. Matthias Unholzer

Cluster

Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäude- und Quartiersbereich

Projektbeschreibung

Insbesondere bei Gebäuden mit ausgeglichener Energiebilanz, wie z.B. Net-Zero-Energy-Buildings (Net-ZEBs), und bei Gebäuden mit positiver Energiebilanz, wie z.B. Plus-Energie-Häuser, ist es entscheidend, alle relevanten Energieverbräuche, d.h. auch die nutzerspezifischen und die allgemeinen haustechnischen Verbräuche, zu bilanzieren. Während im Wohnungsbau nach EnEV 2009 zur Ermittlung des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser die Normenreihen DIN 4108 und DIN 4701 relevant sind, wird im Nichtwohnungsbau auch die fest eingebaute Beleuchtung nach der Normenreihe DIN V 18599 berücksichtigt. Darüber hinausgehend sind aufgrund der eingangs angsprochenen Ausgangslage zukünftig neue Verfahren zu etablieren, die die Energiebedarfsermittlung von Aufzügen, z.B. nach der Richtlinie VDI 4707, erlauben. Vor diesen Hintergründen zeigt sich, dass Methoden und Hilfsmittel zur Abschätzung und Berechnung des Energiebedarfs aller im Gebäude vorhandenen Verbraucher in unterschiedlichen Planungsphasen gefragt sind. Das Forschungsprojekt liefert hierzu einen Beitrag für Personenaufzüge in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Die realitäsnahe Abschätzung bzw. Berechnung des Energiebedarfs von Aufzügen soll einerseits dazu dienen, auf zukünftige gesetzliche Anforderungen vorbereitet zu sein. Andererseits werden belastbare Voraussetzungen geschaffen, um zukünftige Energiekosten, z.B. im Rahmen einer Lebenszykluskostenrechnung, besser prognostizieren zu können. Angaben über zu erwartende Energieverbräuche in der Nutzungsphase von Aufzügen könnten darüber hinaus in Umweltproduktdeklarationen (EPDs) von den Herstellern den Planern und Entscheidern zur Verfügung gestellt werden. Es ist zu erwarten, dass derartige Informationen zunehmend von Planern und Entscheidern abgefragt werden. Internationale Normungstätigkeiten zur Nachhaltigkeit von Bauwerken nennen zur Beurteilung der Umweltqualität von Gebäuden anhand der gebäudebezogenen Energieströme in der Nutzungsphase Aufzüge bereits explizit. Im Forschungsprojekt werden neue sowie ältere modernisierte und nicht modernisierte Personenaufzüge in Wohn- und Nichtwohngebäuden betrachtet. Ausgerichtet an den Nutzungskategorien der VDI Richtlinie 4707 werden sehr gering, gering, mittel und häufig genutzte Systeme betrachtet. Die Nutzungskategorie fünf (sehr häufig) wird nicht betrachtet, d.h. u.a. Hochhäuser sind nicht Gegenstand der Untersuchungen. Bei Nichtwohngebäuden werden Büro- und Verwaltungsgebäude, Krankenhäuser, Hotels und Passagierbereiche von Flughäfen untersucht. Wesentliche Eigenschaften der betrachteten Gebäudetypen zur Bestimmung des jeweiligen Förderbedarfs, wie z.B. Gebäudehöhe, Belegungszahlen, Nutzungsintensitäten, werden in einer Gebäudetypologie festgehalten. Die wesentlichen Eigenschaften von Aufzugsanlagen, wie z.B. Baujahr, Tragkraft, Antriebstyp, werden in einer Anlagentypologie erfasst und mit der Gebäudetypologie verknüpft. Somit entsteht eine Anlagen-Gebäude-Matrix, die die wichtigsten im Gebäudebestand Deutschlands vorkommenden Konstellationen abbildet. In diese Matrix kann der Planer später sein konkretes Projekt einordnen und die Kennwerte ablesen.

Schlagwörter

Wohngebäude; Nichtwohngebäude; Energiebilanz; Personenaufzug; Energiekennwert; Aufzug; Gesamtenergieeffizienz; Gebäudetypologie; Anlagentypologie; Energieverbrauch; Verbrauchsmessung; VDI 4707;

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