Mein Zukunft Bau

Untersuchungen zur Umsetzbarkeit von druckentspanntem Mehrscheiben-Isolierglas

Projektnummer

F20-11-1-001; 10.08.18.7-12.12

 

Laufzeit / Status

07.2012 - 07.2015 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

ift gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Theodor-Gietl-Str. 7-9, 83026 Rosenheim

Dipl.-Phys. Norbert Sack
Dipl.-Ing. (FH) Benno Bliemetsrieder

Cluster

Neue Materialien und Techniken

Projektbeschreibung

Konventionelles, hermetisch abgeschlossenes Isolierglas ist durch konstruktionsbedingt auftretende Klimalasten hinsichtlich der Bautiefe begrenzt. So werden z.B. beim Dreifach-Isolierglas Scheibenzwischenräume (SZR) von zwei mal 12 mm empfohlen. Größere Scheibenzwischenräume führen zu signifikanten erhöhten Belastungen des Randverbundes und der Glasscheiben. Bei Isolierglas mit mehr als einem SZR ergibt sich der effektive SZR aus der Addition der einzelnen SZRs. So beträgt der effektive SZR, der für die Klimalasten verantwortlich ist, bei einem Dreifachglas mit zwei mal 16 mm SZR insgesamt 32 mm.

Für die zukünftige Entwicklung wäre es jedoch wünschenswert Isoliergläser bzw. isolierglasähnliche Konstruktionen mit deutlich größerem SZR (z.B. 50 bis 100 mm) auszuführen. Hierzu wäre es notwendig, den Scheibenzwischenraum an den äußeren Luftdruck anzukoppeln und so die Klimalasten auszuschalten. Eine solche Konstruktion wird auch als druckentspanntes Isolierglas bezeichnet. Die Verbindung zwischen SZR und der Umgebung müsste jedoch so ausgeführt sein, dass eine Anreicherung von Wasserdampf im SZR im Rahmen der Lebensdauer vermieden wird, um eine Oxidation von vorhanden low-e Beschichtungen bzw. eine Tauwasserbildung im Inneren zu verhindern. Im Rahmen des Vorhabens muss daher untersucht werden, welche Techniken in der Lage sind den Zwischenraum im Rahmen der Lebensdauer frei von Kondensat zu halten.

AP1 Analyse

- Welche Verfahren für druckentspanntes Isolierglas sind prinzipiell möglich;

- Analyse von typischen Randbedingungen (Temperaturschwankungen, Luftdruckänderungen, Windbelastungen) im Rahmen der Lebensdauer von Isolierglas;

AP2 Erarbeitung Rechenmodell

- Erarbeitung eines Rechenmodells zur Ermittlung der in den Zwischenraum eindringenden Wassermenge;

AP3 Erarbeitung von Konstruktionsvorschlägen;

AP4 Herstellung von Probekörper;

AP5 Einbau von Probekörpern;

AP6 Untersuchungen an den Probekörpern;

AP7 Auswertung der Untersuchungen

- Auswertung der Ergebnisse aus den Untersuchungen entsprechend AP6;

- Vergleich der ermittelten Ergebnisse mit den Vorhersagen des Rechenmodells aus AP2;

AP8 Dokumentation.

Schlagwörter

Bauelement; Transparenz; Glasart; Mehrscheibenglas; Isolierglas; Belastung; Randverbund; Scheibenzwischenraum; Dauerhaftigkeit; Lebensdauer; Kondensat; Witterungseinfluss;

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