Mein Zukunft Bau

Trittschallminderung von austauschbaren Bodenbelägen

Projektnummer

F20-11-1-031; 10.08.18.7-12.20

 

Laufzeit / Status

07.2012 - 12.2013 / laufend

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Projektdetails

Beteiligte

Fraunhofer-Institut für Bauphysik -IBP-, Stuttgart (Bearbeiter)

 

Dr.rer.nat. Lutz Weber (Bearbeiter)

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Austauschbare Bodenbeläge, wie z.B. Teppichböden, Laminat / Parkett und PVC sind im Wohnungsbau weit verbreitet. Als Maß für ihre akustische Qualität dient die bewertete Trittschallminderung Delta Lw, die nach DIN EN ISO 10140 mit einem Norm-Trittschall-Hammerwerk auf einer Norm-Rohdecke in einem bauakustischen Prüfstand gemessen wird. In der Praxis erfolgt die Verlegung der Beläge, aufgrund der Anforderungen aus DIN 4109 zur Vermeidung von unzumutbarem Lärm, jedoch aller Regel nicht auf einer Rohdecke, sondern auf einer Decke mit schwimmendem Estrich. Dadurch fällt die reine Trittschallminderung am Bau zumeist deutlich niedriger als bei der genormten Prüfstandsmessung aus, Dies ist vielen Anwendern und Planern nicht hinreichend bekannt, sodass es beim praktischen Einsatz immer wieder zu akustischen Problemen kommt.

Darüber hinaus unterscheidet sich die Anregung mit dem Norm-Hammerwerk in starkem Maße von wohnüblichen Geräuschen, wie sie z. B. beim Begehen der Decke durch Personen entstehen. Die Gehgeräusche von Personen enthalten im Vergleich zum Hammerwerk in sehr viel stärkerem Maß tieffrequente Geräuschanteile weshalb die akustische Wirkung austauschbarer Bodenbeläge subjektiv deutlich geringer wahrgenommen wird als in den messtechnisch ermittelten Angaben - insbesondere der bewerteten Trittschallminderung Delta Lw - zum Ausdruck kommt.

Durch den Einsatz von praxisgerechten Deckenaufbauten und praxisgerechten Trittschallquellen, soll die Wirksamkeit von austauschbaren Bodenbelägen realitätsnah untersucht und die Bewertungsverfahren angepasst werden. Darüber hinaus soll mit Hilfe von Hörversuchen die Im Labor ermittelten bauakustischen Beurteilungswerte mit dem psychoakustisch wahrgenommenen Höreindruck verglichen werden. Damit sollen Hinweise erarbeitet werden, mit welchen austauschbaren Bodenbelägen reale Verbesserungen der Trittschalldämmung erzielt werden können und wie hoch die erreichbaren Verbesserungen in der Realität ausfallen können.

Schlagwörter

Bodenbelag; Trittschall; Schallminderung; Anforderung; Bodenaufbau; Deckenaufbau; Estrich; Schwimmender Estrich; Bewertung; Prüfstand; Messergebnis; Praxistest; Schallquelle;

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