Mein Zukunft Bau

Vakuum-Isolations-Paneele (VIP) in der Bauanwendung - vom Dämmstoff zum Dämmsystem - Verarbeitung, Befestigung, Dauerhaftigkeit

Projektnummer

F20-11-1-039; 10.08.18.7-12.32

 

Laufzeit / Status

11.2012 - 09.2014 / laufend

Projektdetails

Beteiligte

Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München -FIW München- (Bearbeiter)

 

Dipl.-Ing. Christoph Sprengard (Bearbeiter)

Dipl.-Ing. Holger Simon (Bearbeiter)

Dr.-Ing. Sebastian Treml (Bearbeiter)

Cluster

Neue Materialien und Techniken

Projektbeschreibung

Um eine noch zuverlässigere Prognose über die Lebensdauer von VIP-Bauelementen aufzustellen, ist es dringend erforderlich, die zeitraffenden Prüfverfahren für die VIP-Alterung weiter zu entwickeln. Die praxisrelevanten Bedingungen für die unterschiedlichen Anwendungsgebiete müssen in den Randbedingungen für die Feuchte- und Temperaturlagerung abgebildet werden. Hierfür sind umfangreiche Untersuchungen zum Alterungsverhalten der Paneele unter verschiedenen Lagerungsbedingungen - aber auch zu den Randbedingungen in den Baukonstruktionen - notwendig. Mehrere Hersteller von Vakuum-Isolations-Paneelen (VIP) haben mittlerweile für ihre Produkte eine allg. bauaufsichtl. Zulassung als Dämmstoff. Bauliche Gegebenheiten erfordern jedoch eine Kombination von VIP mit anderen Materialien (Schutzschichten, Randstreifen etc.), was den Übergang von einem Dämmstoff zu einem Dämmelement oder sogar zu einen Dämmsystem (z.B. mehrschichtig; mit Befestigungen) bedeutet. Hierfür ist oft ein anderes Vorgehen erforderlich als bei herkömmlichen Dämmstoffen. Bei diesem Forschungsvorhaben steht das Bauelement bzw. das Bauteil im Vordergrund - im Gegensatz zum Vorgängerprojekt VIP-Optimierung, welches sich mit der Weiterentwicklung der Paneele und der Eignung alternativer Stützkerne befasste. Untersucht werden unterschiedliche, nicht produktspezifische Konstruktionen, damit die Hersteller und Anwender zukünftig auf verlässliche Lösungen zurückgreifen können. Speziell die Wärmebrücken an Befestigungen, Gebäudekanten und Gebäudeecken müssen bei Verwendung von VIP genau untersucht werden. Dreidimensionale Wärmebrücken können hier möglicherweise nicht mehr pauschal vernachlässigt werden, wenn die Ausführung des VIP-Systems einlagig erfolgt, da das Kriterium für die Unbedenklichkeit (3 Prozent des U-Werts des ungestörten Wandaufbaus - DIN EN ISO 6946) schnell erreicht wird. Die Einflüsse der Toleranzen bei den Abmessungen der Paneele wirken sich bei VIP deutlich stärker auf den Wärmedurchgang des gesamten Systems aus, als bei herkömmlichen Dämmstoffen, da bereits Randstreifen aus Dämmstoffen als Wärmebrücke wirken können. Untersuchungen aus der Schweiz zu Spaltweiten und Abmessungen von Paneelen zeigen, dass unter baulichen Randbedingungen die Spaltweiten aus den Laborversuchen nur schwierig zu erreichen sind. Die Folge sind Spalte zwischen Elementen in der Baupraxis, die mit 1,5 bis 3 mm Spaltweite deutlich über der für die Berechnungen angesetzten Spaltweite von 0,1 bis 0,5 mm liegen. Umso wichtiger ist eine genaue Planung und eine lückenlose Qualitätssicherung der Paneele hinsichtlich Abmessungen, Ebenheit und Rechtwinkligkeit, um bei potenziellen Anwendern Vertrauen in die VIP-Bauweise aufzubauen.

Schlagwörter

Dämmstoff; VIP; Vakuumisolationspaneel; Anwendung; Einsatzbereich; Alterungsverhalten; Wärmebrücke; Versagen; Ausfall; Anwendungssicherheit; Lebensdauer; Befestigung; Wärmebrücke; Paneel; Größe; Format; Qualitätssicherung;

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