Mein Zukunft Bau

Living Lab Plusenergiesiedlung - Praxis-Vergleich verschiedener Speicherstrategien für Plusenergiehäuser in exemplarischen Wohnsiedlungen

Projektnummer

F20-14-1-098 - 10.08.18.7-15.28

Laufzeit / Status

07.2015 - 10.2017 / laufend

Projektdetails

Beteiligte

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Rüdiger Dorner,
Hansastraße 27 c, 80686 München
Projektleiter: Dipl.-Ing. Hans Erhorn

Dipl.- Ing. Johann Reiß, Dipl.- Ing. Herbert Sinnesbichler, Heinz-Michael Beckert, Dipl.- Ing. Wolfgang Sedlmair

Cluster

Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäude- und Quartiersbereich

Projektbeschreibung

Die Bauindustrie sucht Antworten auf die Frage des wirtschaftlich optimalen Speicherkonzepts zur Maximierung des Eigenverbrauchsanteils von lokal erzeugten erneuerbaren Energien in ihren Effizienzhaus Plus Neubauten. Bisher war der dezentrale Ansatz mit hausweisen Batteriespeichern die Antwort auf die geänderten Bedingungen bei der Einspeisevergütung. Allerdings stand die Wirtschaftlichkeit dieser individuellen Konzepte in der täglichen Umsetzungspraxis auf dem Prüfstand. Es stellt sich die Frage, ob eine quartierszentrale Speicherlösung, auf die mehrere Gebäude gleichzeitig zugreifen, nicht die weitaus wirtschaftlichere Lösung sein könnte.
Die Ergebnisse sollen dazu beitragen die Kosten für die Energiekonzepte von Effizienzhäusern-Plus zu senken und die Praxisansätze dadurch wirtschaftlicher in den Markt zu bringen. In einem Feldversuch in den Fertighauswelten Köln und Wuppertal soll diese Thematik theoretisch und experimentell untersucht und Empfehlungen hieraus für künftige Siedlungsplanungen abgeleitet werden.

In der FertighausWelt in Köln sind 6 Effizienzhäuser Plus der ersten Generation mit Messtechnik ausgestattet, die für weitere 2 Jahre betrieben werden sollen. 3 der Objekte haben elektrische Speicher unterschiedlicher Größe in den Häusern installiert, 3 speisen Überschüsse unmittelbar ins öffentliche Netz ein. Im Living Lab in Wuppertal sind dagegen 19 Effizienzhäuser Plus der zweiten Generation zentral in der Siedlung vernetzt. In dieses Siedlungsnetz ist ein elektrischer Zentralspeicher (aktuell 40 kWh Kapazität) integriert mit Potential zur Erweiterung. Die Kombination der beiden Plattformen in einem Projekt erlaubt erhebliche Synergieeffekte zu nutzen.
In einem zweijährigen Monitoringvorhaben sollen die unterschiedlichen Eigennutzungsgrade der verschiedenen Ansätze unmittelbar miteinander verglichen und Wirtschaftlichkeitsaussagen der Speicheransätze erarbeitet werden. Darüber hinaus sollen Optimierungen ausgewählter hauseigener Hausautomationssysteme und andere anlagentechnische Komponenten im zweiten Messjahr das Verbesserungspotential der Gebäude darstellen. In einer rechnerischen Analyse werden darüber hinaus die Potentiale der weiteren Aufrüstung der siedlungszentralen Speicherkapazität (mobil oder immobil) ermittelt und Ansätze für weitere Steigerungspotentiale durch aktives Energiemanagment mit dem Netz der Stadtwerke abgeschätzt.

Als Ergebnis soll eine Guideline für Privatbauherren, Investoren, Kommunen, Energiegenossenschaften und Stadtwerke entstehen.

Schlagwörter

Plusenergiegebäude, Effizienzhaus Plus, Eigenverbrauch, elektrische Speicher, Siedlungsverbund, Smart Grid

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