Mein Zukunft Bau

Feuchtigkeitsbedingte Wärmeverluste - Quantifizierung und Reduzierung von feuchtigkeitsbedingten Wärmeverlusten im denkmalgeschützten Gebäudebestand

Projektnummer

F20-14-1-036 - 10.08.18.7-15.50

Laufzeit / Status

10.2015 - 04.2017 / laufend

Projektdetails

Beteiligte

Kanzler der Technischen Universität Darmstadt, Dr. M. Efinger, Karolinenplatz 5, 64289 Darmstadt 

Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Institut für Konstruktives Gestalten und Baukonstruktion, Prof. Architekt Stefan Schäfer, Franziska-Braun-Straße 3, 64287 Darmstadt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter:  M. Eng. Robert Burgaß

Cluster

Modernisierung des Gebäudebestands

Projektbeschreibung

Die energetische Ertüchtigung thermischer Gebäudehüllen ist ein wichtiger Aspekt, um den Energieaufwand zur Klimatisierung von Innenräumen zu reduzieren. Im Denkmalbestand ist jedoch der Einbau von Dämmstoffen in denkmalpflegerischer und häufig auch in bauphysikalischer Hinsicht problematisch. Alternative Lösungsansätze, wie zum Beispiel die Reduzierung feuchtigkeitsbedingter Wärmeverluste, finden bei Ertüchtigungsmaßnahmen in der Regel keine Beachtung, obwohl das Thema eine hohe Relevanz mit sich bringt. Deutlich wird dies anhand der Wärmeleitfähigkeit von Wasser, die je nach Aggregatzustand 23- bis 90-fach höher ist, als von Luft. Wird beispielsweise durch Schlagregeneinwirkung auf Außenwände die in Ziegeln enthaltene Porenluft durch Wasser verdrängt, so führt dies zu einer signifikanten Änderung der effektiven Wärmeleitfähigkeit des Außenwandmaterials.

Ziel des Forschungsprojektes ist es nun, die Wechselbeziehungen zwischen feuchtigkeitsbelasteten Ziegelmauerwerk und daraus resultierenden Wärmeverlusten zu untersuchen, Änderungen der Wärmedämmeigenschaften zu quantifizieren und denkmalgerechte Ertüchtigungsmaßnahmen auszuarbeiten, die zu einer Reduzierung feuchtigkeitsbedingter Wärmeverluste führen.

Zum Erreichen der Ziele kommen 2 Untersuchungskonzepte zur Anwendung.
Im Rahmen des 1. Untersuchungskonzepts werden 5 Versuchsgebäude errichtet und mittels Wärme- und Feuchtemonitoring für 2 Winterperioden überwacht. Unterschiedliche Wandaufbauten und auch die künstliche Beregnung eines Versuchsgebäudes sollen berücksichtigt werden.
Parallel dazu erfolgen mit dem 2. Untersuchungskonzept hygrothermische Simulationsberechnungen für alle realisierten Wandkonstruktionen. Darauf aufbauend soll mit dem Monatsbilanzverfahren und der dynamisch hygrothermischen Gebäudesimulation bestimmt werden, welchen Einfluss die Mauerwerksfeuchtigkeit auf die Energiebilanz der Versuchsgebäude hat. Auf Grundlage der Mess- und Berechnungsergebnisse werden abschließend Empfehlungen zur energetischen Ertüchtigung von Außenwänden mittels feuchtigkeitsreduzierender Maßnahmen erarbeitet.

 

 

Schlagwörter

Denkmalschutz, Wärmeschutz, Feuchteschutz, feuchtigkeitsbedingte Wärmeverluste, feuchtigkeitsreduzierende Maßnahmen, hygrothermische Simulationen, Versuchsgebäude, Freilandversuche, Monitoring, Wärme- und Feuchtemonitoring, Mauerwerk, Sichtmauerwerk, Ziegel, Hydrophobierung, Innendämmung, Bauen im Bestand, energetische Ertüchtigung, Energieeffizienz

Weiterempfehlen

Twitter

Teilen

Facebook

Teilen

Ein gemeinsames Projekt von: