Mein Zukunft Bau

Bauteile und Bausysteme für die akustische Gestaltung von Sporthallen

Projektnummer

10.08.18.7-16.08

Laufzeit / Status

07.2016 - 01.2018 / laufend

Projektdetails

Beteiligte

Antragsteller

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

Rüdiger Dorner

Hansastr. 27c
80686 München

Forscher

Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) Prof. Dr. Klaus Peter Sedlbauer Nobelstr. 12
70569 Stuttgart

 

 

Drittmittelgeber

Hamberger Flooring GmbH & Co. KG

Trenomat GmbH & Co. KG

Top-Sport GmbH

Cluster

Neue Materialien und Techniken

Projektbeschreibung

 

In mehr als 30.000 Sporthallen sind Sportlehrer und Schüler tagtäglich auf gute Lehr- und Lernbedingungen angewiesen. Für diesen Unterricht und den Vereinssport ist eine akustische Mindestqualität unerlässlich, um Gesundheit zu erhalten. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer IBP belegt erstmalig und klar die schlechte Akustik in vielen Sporthallen. Die Unzufriedenheit der bundesweit befragten Lehrer ist groß und Messungen vor Ort konkretisieren die spürbaren Defizite. Deren Folgen lassen sich mit pädagogischen Mitteln nur geringfügig reduzieren. Verbesserungsbedarf und -potential besteht hingegen bei baulichen und technischen Maßnahmen. Das Vorhaben zielt daher auf die Entwicklung, Weiterentwicklung und Erprobung konkreter Bausysteme und Bauteile, die in der genannten Praxisstudie als besonders relevant identifiziert wurden: leise Sportböden, effiziente Trennvorhänge und schalldämpfende Prallwände. Es liegen klare Ansätze vor, die auch in Normung und Planung einfließen können. Aber es bestehen auch beachtliche Herausforderungen. Für Sportböden und Prallwände sind z.B. geeignete Messmethoden gefragt, neue Systeme müssen eine vielfältige Funktionalität über akustische Fragen hinaus erfüllen sowie nachhaltige, wirtschaftliche Produktlösungen ermöglichen.

Im Sinne der Ausrichtung, mit akustisch verbesserten Bauteilen und -systemen zur Beruhigung von, Sporthallen und den inneren Geräuschquellen beizutragen, widmet sich das Projekt folgenden Problemen:

1.Die Schallentstehung bei bestimmungsgemäßer Nutzung von Sportböden ist hoch, insbesondere bei Impulsbelastung, wie z.B. beim Laufen und Ballprellen. Konventionelle Maßnahmen zur vibroakustischen Bedãmpfung können jedoch die sportfunktional erforderlichen elastischen Bodeneigenschaften beeinträchtigen. Um dies zu verhindern und dennoch die Bodensysteme zu beruhigen, Ist ein von der Frequenz abhängiges schwingungstechnisches Design der Böden zu entwickeln.

2. Auch an Prallwände werden komplexe sport- und schutzfunktionale Ansprüche gestellt. Die Kombination mit einer schallabsorbierenden Wirkung Ist zweifellos möglich z.B. mit perforierten Elementen und rückseitiger Hohlraumdämpfung. Zu berücksichtigen sind hier neben der Schallabsorption die Kosten und die gestalterischen Anforderungen.

3. Trennvorhänge in Mehrfeldhallen erreichen heute im Labor die normativen Schallschutzanforderungen. In der Praxis gelingt dies jedoch nicht und zugleich wird eine große Fläche nicht für Schallabsorption genutzt, Trennvorhänge stellen somit eine Art Bindeglied der im Projekt behandelten Elemente dar. Schwingende Sportböden und Hohlraume hinter perforierten Prallwänden übertragen den Schall „an den Trennvorhängen vorbei”. Dieses Zusammenspiel wird mit einem ganzheitlichen Entwicklungsansatz und ‚aktuellen Technologien gelöst und mit Planungswissen der Praxis verfügbar gemacht.

 

Schlagwörter

Schalldämmung, Schall-Längsdämmung, Schallabsorption, Sporthallen

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