Bitte beachten Sie, dass wir die nachfolgenden Vorträge nicht als barrierefreie PDF-Dokumente bereitstellen. Wenn Sie besondere Zugänge zu den Dokumenten wünschen, setzen Sie sich bitte mit der  Informationsstelle Effizienzhaus Plus in Verbindung. Sie hilft gerne weiter.

19.01.2017 | Forum „Effizienzhaus Plus – Plusenergie in der Praxis" (BAU 2017)

Im Rahmen der BAU 2017 in München fand am 19. Januar 2017 das FORUM zum Thema „Effizienzhaus Plus - Plusenergie in der Praxis" in der Messehalle B0 statt. Hans Erhorn vom Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP) stellte die Messergebnisse der 37 Modellprojekte dar und resümierte die Diskussion des 11. Workshops zum Thema „Effizienz der Wärmepumpen in der Praxis“. Caroline Fafflok von der TU Braunschweig präsentierte einen Zwischenstand zum Forschungsprojekt „Well Being - Entwicklung von Methoden zur Erfassung und Bewertung von Nutzerzufriedenheit“. Isabel Ahlke vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) erläuterte die Entwicklung der Energieeinsparverordnung (EnEV) und gab einen Ausblick auf den vom Bund festzulegenden Niedrigstenergiestandard. Dieser wird als gesetzliche Mindestanforderung ab 2021 für alle neuen Gebäude auch für private Bauherrn verbindlich. Werner Haase (Architekturbüro Haase) berichtete über seine Erfahrungen aus der Planung der ersten Effizienzhaus Plus-Schulen.

Die Vorträge können Sie hier herunterladen:

"Energieeffizienz elektrisch angetriebener Wärmepumpen im Effizienzhaus Plus - Praxis-Ergebnisse aus dem Monitoring" - Hans Erhorn, Fraunhofer Institut für Bauphysik

"Well Being - Entwicklung von Methoden zur Erfassung und Bewertung von Nutzerzufriedenheit" - Caroline Fafflok, TU Braunschweig / Aktiv Plus e.V.

"Der Niedrigstenergiestandard und das Effizienzhaus Plus" - Isabel Ahlke, BBSR

"Effizienzhaus Plus Schulen - Erfahrungen aus der Planung" - Werner Haase, Architekturbüro Haase

09.11.2016 | 18. Herbstforum Zukunft Altbau in Stuttgart

Am 9. November 2016 fand in Stuttgart das 18. Herbstforum Zukunft Altbau statt. An der Veranstaltung nahmen rund 400 Teilnehmer*Innen teil und informierten sich in einem facettenreichen Vortragsprogramm wie mit mehr Energieeffizienz die deutschen Klimaschutzziele im Gebäudebestand erreicht werden können. Die Informationstelle Effizienzhaus Plus war mit einem Vortrag zu den Modellprojekten in Neu-Ulm und einer kleinen Ausstellung beteiligt.

Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier. Den Vortrag "Effizienzhaus Plus im Altbau - Projektmonitoring in Neu-Ulm" können Sie hier herunterladen.

Quelle: Zukunft Altbau
Quelle: Zukunft Altbau
Quelle: Zukunft Altbau
Quelle: Zukunft Altbau
Quelle: Zukunft Altbau

04.11.2016 | 10. Netzwerktreffen in der FertighausWelt Wuppertal

Am 4. November 2016 fand mit rund 30 Teilnehmer*innen in Wuppertal das 10. Netzwerktreffen in der FertighausWelt Wuppertal statt. Dort wurde u.a. das Projekt Living Lab vorgestellt und aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse diskutiert.

Mehr Informationen und Impressionen finden Sie hier.

03.05.2016 | 9. Workshop Netzwerk Effizienzhaus Plus in Neu-Ulm

Im Anschluss an die feierliche Eröffnung der beiden ersten Effizienzhaus-Plus Geschoßwohnbauten im Altbau durch Herrn Staatssekretär Pronold, fand am 3. Mai 2016 in den Räumen der Neu-Ulmer Wohnungsgesellschaft (NUWOG) das traditionelle interne Netzwerktreffen der Förderinitiative „Effizienzhaus Plus“ des BMUB statt.

Mehr Informationen finden Sie hier.

02.05.2016 | Effizienzhaus Plus im Altbau - Einweihung der Modellvorhaben in Neu-Ulm

Quelle: ZEBAU GmbH

Herr Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesbauministerium, weihte am 2. Mai die bundesweit ersten Mehrfamilienhäuser ein, die nach ihrer Sanierung mehr Energie erzeugen, als sie benötigen. Gefördert mit Forschungsmitteln des Bundesbauministeriums modernisierte die Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm GmbH (NUWOG) zwei Zeilenbauten aus den 1930er Jahren im Effizienzhaus Plus Standard.
Bei der Veranstaltung betonte Herr Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold deren Signalwirkung auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand 2050: „Die Effizienzhäuser Plus im Altbau in Neu-Ulm setzen baukulturell wertvolle Maßstäbe für einen zukunftsfähigen Gebäudebestand 2050!“ Herr Andreas Heipp, Geschäftsführer der NUWOG hob, die Bereitschaft aller Beteiligten hervor, Neues zu denken sowie neue und auch riskante Wege einzuschlagen und bedankte sich für das außerordentliche Engagement der Mitwirkenden. Für Herrn Gerold Noerenberg, Oberbürgermeister von Neu Ulm, stehen die beiden Effizienzhäuser Plus im Altbau im Zeichen der jungen aufstrebenden Stadt Neu-Ulm. Projekte dieser Art stärken die dynamische Entwicklung der Stadt und setzen ein Zeichen von bundesweiter Strahlkraft. Herr Prof. Werner Sobek nutzte die Vorstellung des Projekts Pfuhler-Str. 4+6 und sprach über Chancen und Perspektiven der „Elektrischen Stadt“. Herr Ruben Lang von o5 Architekten stellte das Modellvorhaben Pfuhler-Str. 12+14 vor: Neben der energetischen Ertüchtigung stand vor allem die Schaffung eines Wohnkomforts entsprechend der heutigen Ansprüche im Fokus der Planungen.
Von den neu gestalteten, nutzungsneutralen und lichtdurchfluteten Innenräumen konnten sich die Interessierten bei dem anschließenden öffentlichen Rundgang überzeugen.

Mit der Einweihung fiel der Startschuss für eine zweijährige Monitoringphase, in der beide Gebäudekonzepte in Bezug auf wirtschaftliche, ökologische und soziokulturelle Aspekte verglichen werden. Wie Herr Prof. Christoph van Treeck (RWTH Aachen University) vor Ort erläuterte, werden im Rah-men des energetischen Monitorings die Energieerträge und -verbräuche erfasst und mit den vorherberechneten Werten verglichen.
Die Modellgebäude sollen als Beispiel für die Wohnungswirtschaft aber auch für private Haushalte dienen und die Entwicklung von Bestandsgebäuden mit einem Plus an Energie fördern.

22.04.2016 | 20. Internationale Passivhaustagung 2016

Mehr als hundert Experten präsentierten Projekte und Lösungsansätze, die den Gebäudesektor nachhaltig und damit fit für die Zukunft machen. Erfahrungen aus dem Netzwerk Effizienzhaus Plus stellte Lars Beckmannshagen in der Arbeitsgruppe I zum Thema Passivhaus Plus vor. Neben dem Haus in Berlin wurde, das Netzwerk und das Effizienzhaus Plus in Münnerstadt vorgestellt, das als erstes Wohngebäude den Passivhaus Plus Standard erfüllt. Außerdem berichtet Marc Großklos in der AG XIV: Passivhaus und Erneuerbare über die Auslegung und Betriebsergebnisse eines elektrischen Energiespeichers in einem Effizienzhaus Plus / Passivhaus Plus mit 17 Wohneinheiten in der Cordierstrstraße, Frankfurt.  Gerade das Thema Effiziente Gebäude mit erneuerbaren Energien und das Zusammewirken mit dem Energienetz (u.a. Vermeidung von Stromspitzen) ist eines der wichtigen Themen dieser Tagung.

Hier können Sie den Vortrag herunterladen. 

22.04.2016 | 10. Konferenz "Solarökologische Bausanierung" Altbau - Effizienzhaus Plus

Hohe energetische Standards beim Bauen – Wege zum Effizienzhaus Plus im Altbau

Vor vier Jahren wurde der Wettbewerb zur Umwandlung von Bestandsgebäuden in Effizienzhäuser Plus
gemeinsam vom Bundesbauministerium und der Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm GmbH
(NUWOG) europaweit ausgeschrieben. Ein Zeilenbau aus den 1930er Jahren in Neu-Ulm sollte energetisch saniert und architektonisch modernisiert werden. Den Planungswettbewerb gewannen Teams bestehend aus der TU Darmstadt und o5 Architekten sowie der Hochschule Ruhr-West und Werner Sobek. Die Modellgebäude sollen als Beispiel für die Wohnungswirtschaft aber auch für private Haushalte dienen und die Entwicklung von Plusenergiehäusern im Bestand fördern.
Am 2. Mai 2016 wurden beide Häuser offiziell eröffnet. Dann startete auch das zweijährige Monitoring, in
dem beide sanierten Zeilen gemessen und die unterschiedlichen Gebäudekonzepte miteinander verglichen
werden.

Hier können Sie den Vortrag herunterladen. 

18.02.2016 | Workshop und Fachsymposium Netzwerk Effizienzhaus Plus

Über 220 Teilnehmer hatten sich zum Fachsymposium anlässlich des fünften Jahrestages der Initiierung der Forschungsinitiative »Effizienzhaus-Plus« angemeldet. Die Veranstaltung wurde vom Fraunhofer IBP organisiert und fand im Rahmen der bautec 2016 in Berlin statt. Der Informationsaustausch fand in gewohnt offener Atmosphäre statt, in der sowohl Probleme als auch positive Rückäußerungen angesprochen wurden.
Mehr Informationen zu der Veranstaltung und die Vorträge finden Sie hier.

02.09.2015 | "Mehr als effizient – Perspektiven für das Gemeinschaftliche Bauen", Berlin

Die Forschungsinitiative Zukunft Bau richtete am 02.09.2015 eine Fachtagung in Berlin aus, bei der 60 Fachexperten, Praktiker und Bewohner ihr Wissen und ihre Erfahrungen zum energieeffizienten Bauen bei gemeinschaftlichen Wohnprojekten austauschten. Vorgestellt wurden Modellprojekte aus Berlin und Tübingen, die architektonisch sowie bau- und energiepolitisch die Zukunft schon ins Heute holen. Im Anschluss wurde das Berliner Projekt LaVidaVerde unter fachkundiger Führung der Architekten Dr. Beetstra+Körholz besichtigt.

 

Vorträge zum Download


Einführung und Vorstellung des BMUB‐Netzwerks „Effizienzhaus Plus“ (PDF | 5,0 MB)
Hans‐Dieter Hegner, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin

Strategien im Wohnungsbau
Architekt Sascha Zander, zanderrotharchitekten gmbh, Berlin

Projekt 'LaVidaVerde' in Berlin: Gemeinschaftlich zur Miete im Energieplushaus (PDF | 4,4 MB) 
Dr. Ferdinand Beetstra, Dr. Beetstra + Körholz, Berlin

'LaVidaVerde': Technik und erste Monitoringergebnisse (PDF | 1,5 MB)
Prof. Dr.‐Ing. Susanne Rexroth und M.Sc. Sebastian Dietz, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin

'LaVidaVerde': Planungs‐ und Wohnerfahrungen ( PDF | 0,1 MB)
Franziska Mohaupt, Bewohnerin, www.lavidaver.de

'Licht und Luft‘ in Tübingen: Mehrfamilien-Plus-Energiehaus mit Intensivmonitoring (PDF | 2,8 MB)
M.Sc. Dipl.‐Ing.(FH) Tobias Erhart, Hochschule für Technik, Stuttgart

'Licht und Luft': Planungs‐ und Wohnerfahrungen ( PDF | 9,8 MB)
Dr. Julia Gassner, Bewohnerin

Demonstrationsvorhaben des Bundes: Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität, Berlin (PDF | 3,0 MB)
M.Sc. Christian Roch, ZEBAU‐Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt GmbH, Hamburg

 

 

29.04.2015 | "Effizienzhaus Plus – Vom Wohn- zum Bildungsgebäude" | Berlin

Eine Veranstaltung im Rahmen der Berliner Energietage.

Frederik Lottje von der Informationsstelle Effizienzhaus Plus begrüßte herzlich die Teilnehmer und übergab das Wort an Petra Alten vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), die über die Erkenntnisse aus drei Jahren Netzwerk Effizienzhaus Plus und über die nächsten Schritte für das Projekt referierte. Nach dem Motto „Mein Haus - meine Tankstelle“ stellte Frau Alten das Berliner Effizienzhaus Plus vor, das mit den Erträgen aus der PV-Anlage zusätzlich zum Eigenverbrauch den Energiebedarf für die E-Mobilität des Haushaltes deckt. Zudem betonte sie die Vielfalt der 36 Modellvorhaben im Netzwerk Effizienzhaus Plus, die von Ein- über Mehrfamilienhäusern bis zu sanierten Bauten reichen, und von denen 95% ein energetisches Plus erwirtschaften. Neben der Weiterführung des Monitorings bei den Modellvorhaben im Wohngebäudebereich ist geplant den Pluseffizienz-Standard weiter zur Markteinführung zu begleiten. Perspektivisch gesehen soll der Standard auf Nichtwohngebäude ausgeweitet werden, was durch die Förderung von Bildungsbauten im Effizienzhaus Plus-Standard unterstützt wird.

Die Ergebnisse aus der technischen Begleitforschung durch das Fraunhofer-Institut für Bauphysik wurden von Antje Bergmann präsentiert. Hervorzuheben ist dabei, dass Photovoltaik und Wärmepumpe am häufigsten zur Energiegewinnung genutzt wurden. Dabei lagen die Photovoltaik-Erträge etwas über den Prognosen, allerdings war auch der Energieverbrauch für Beleuchtung deutlich höher als ursprünglich angenommen. Wichtigste Erkenntnis aber war: Von den Modellvorhaben, die bereits ein zweijähriges Monitoring absolviert haben, haben mit einer Ausnahme alle eine positive Energiebilanz erreicht. Dr. Eva Schulze vom Berliner Institut für Sozialforschung stellte dann das sozialwissenschaftliche Monitoring vor. Dabei ging es um die Frage inwiefern sich positive Erwartungen und negative Befürchtungen, die die Bauherren vor dem Einzug hatten, erfüllten. Dabei stellte sich heraus, dass die Bewohner das Wohnen in einem Effizienzhaus Plus nach Einzug positiver sahen als vor dem Einzug. Die Befürchtungen, die möglicherweise gehegt wurden, hatten sich hingegen eher nicht bewahrheitet. Die Bewohner wurden sogar von dem Haus „miterzogen“: Durch die Möglichkeit die Energieverbräuche und -erträge zu beobachten, wird der bewusste Umgang mit Energie geschult.

Im Anschluss berichtete Franziska Mohaupt über die Erfahrungen des sozial-ökologischen Wohnprojekts im Effizienzhaus Plus Standard, LaVidaVerde in Berlin-Lichtenberg. Sie stellte die Gemeinschaftsnutzung der 17 Wohneinheiten sowie das solidarische Wohnen und den Umgang mit der Umwelt in der Vordergrund des Projekts. Der Überblick über die verschiedenen Komponenten der Haustechnik zeigte auch eine große Herausforderung für das Projekt auf: die einzelnen Systeme für Stromerzeugung, Warmwasserbereitung etc., müssen in der Heizzentrale aufeinander abgestimmt und richtig eingestellt werden. Hinzu kommt der notwendige Lernprozess der Hausbewohner im Umgang mit der Haustechnik.

Nach der Kaffeepause stellte Arnd Rose den Inhalt und die Bedingungen des neuen Förderprogramms „Bildungsgebäude im Effizienzhaus Plus Standard“ vor. Ziel der Förderung ist es, durch Forschung und Entwicklung Grundlagen für die Markteinführung des Effizienzhaus Plus Standards zu schaffen. Bildungsbauten sind besonders geeignet für die Umsetzung des Effizienzhaus Plus Standards, da die Energie dann produziert wird, wenn sie auch benötigt wird. Zusätzlich hat die Sensibilisierung der Nutzer für Energiethemen einen Multiplikatoreffekt zur Folge, da z.B. die jungen Schüler mit Energieeffizienz in Berührung kommen und die Idee bzw. das gelernte Verhalten in ihren Haushalten umsetzten und in die nächsten Generationen weiter tragen. Abschließend wies Herr Rose auf die Anforderungen und Herausforderungen für die in Frage kommenden Gebäude hin und erläuterte das Anmeldeverfahren und den Ablauf der Förderung.

Hans Michael Oleck (Bauamt Stadt Hohen Neuendorf) präsentierte die Erkenntnisse aus dem Neubau einer Plus-Energieschule in Hohen Neuendorf. Nach der Beschreibung der Motivation für den Neubau und den Herausforderungen im Projekt, fokussierte Herr Oleck den Vortrag auf die technischen Aspekte des Plusenergiekonzepts. Dabei erläuterte er die Wirkungsweise und den Nutzen des hybriden Lüftungssystems, das aus einer natürlichen und einer mechanischen Lüftung besteht. Herr Oleck beschrieb die Ergebnisse und den Mehrwert aus dem Monitoring, das in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin durchgeführt wurde und empfiehlt dem Auditorium ausdrücklich ein Monitoring bei solchen Projekten durchzuführen.

Zum Abschluss der Vortragsreihe stellte Dr. Stephan Kempe (Amt für Umwelt, Landeshauptstadt Stuttgart) den aktuellen Stand und die weiteren Pläne zur Sanierung eines Schulgebäudes im Effizienzhaus Plus Standard vor. Die Uhland Schule in Stuttgart soll nicht nur einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten, sondern auch eine Vorbildfunktion im Energiekonzept der Stadt Stuttgart einnehmen. Dafür wurde die Gebäudehülle saniert, die Anlagentechnik erneuert und ein regeneratives Energiekonzept realisiert. Die Warmwasserbereitung wird mittels Geothermie und die Stromerzeugung mit Hilfe einer PV-Anlage sichergestellt. Wie die Schule in Hohen Neuendorf nutzt auch die Stuttgarter Schule ein hybrides Lüftungssystem. Der Abschluss des Sanierungsprozesses sowie die Inbetriebnahme der Schule sind für das zweite Quartal 2016 geplant.

Vorträge zum Download

Netzwerk Effizienzhaus Plus: Bilanz und Ausblick (PDF | 1,6 MB)
Petra Alten, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Netzwerk Effizienzhaus Plus Ergebnisse des technischen Monitorings (PDF | 2,1 MB)
Antje Bergmann, Fraunhofer Institut für Bauphysik IBP, Stuttgart

Gemeinschaftlich zum Effizienzhaus Plus: Das Modellvorhaben LaVidaVerde, Berlin (PDF | 2,5 MB)
Franziska Mohaupt, www.lavidaver.de

Neubau einer Plus-Energieschule in Hohen Neuendorf ( PDF | 3,1 MB)
Hans Michael Oleck, Bauamt Stadt Hohen Neuendorf

Das neue Förderprogramm „Bildungsbauten im Effizienzhaus Plus Standard" (PDF | 2,5 MB)
Arnd Rose, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn

Netzwerk Effizienzhaus Plus: Ergebnisse des sozialwissenschaftlichen Monitorings (PDF | 0,6 MB)
Dr. Eva Schulze, Berliner Institut für Sozialforschung GmbH

Sanierung eines Schulgebäudes im Effizienzhaus Plus Standard:
Die Uhlandschule in Stuttgart (PDF | 4,5 MB)

Dr. Stephan Kempe, Landeshauptstadt Stuttgart

 

 

23.01.2015 | "Netzwerk Effizienzhaus Plus" | München

Im Rahmen des Fachforums „Zukunft Bau – Praxis Altbau. Von der Vision in die Praxis“, welches die Bau 2015 begleitete, präsentierte das Netzwerk Effizienzhaus Plus eine Reihe von Modellvorhaben. Rund 70 Teilnehmer informierten sich dabei über die Bandbreite der Wohngebäude, die dieses Netzwerk auszeichnet.
Den Auftakt machte Andreas Miller, der ein von ihm gebautes Wohn- und Bürogebäude vorstellte. Das im nordbayerischen Münnerstadt gelegene Gebäude erreicht den Passivhausstandard; die dann noch notwendige Energie wird über eine auf dem Haus installierte Photovoltaik-Anlage gewonnen, mit dem auch ein E-Mobil versorgt wird. Die Stromtankstelle steht übrigens auch Nachbarn und anderen E-Mobilisten zur Verfügung.

Das der Effizienzhaus Plus-Standard auch in den Bergen erreicht werden kann, zeigte dann Prof. Ulrich Möller in seinem Vortrag zum „Effizienzhaus Plus in den Bergen“ in Bischofswiesen. Dieses liegt auf einer Höhe von 615 m, mit Blick auf die Alpen. Das Haus ist – passend zur Lage – mit vier Ferienwohnungen ausgestattet, was einerseits das Nutzungsprofil gegenüber einem reinen Wohngebäude verändert, aber auch die Gäste für das Thema energieeffizientes Bauen und Ressourceneffizienz sensibilisiert.

Im Anschluss berichtete Peter Kemper über das „Effizienzhaus Plus Deggendorf“ der Firma Bachl, einem Bauunternehmen. Es wurde als Außenstelle der Landesgartenschau in Deggendorf gebaut, und dient als Musterhaus, um Kunden zu energieeffizientem Bauen zu inspirieren. Die Energie wird auch hier über eine Photovoltaik- sowie eine Solarthermie-Anlage gewonnen. Der Verbrauch wird allerdings simuliert, da das Gebäude nicht bewohnt ist.

Über das noch in Bau befindliche Modellvorhaben der Wohnungsbaugesellschaft Neu Ulm (NUWOG) referierte Stefan Ozwirk. Hierbei handelt es sich um die Sanierung zweier Gebäude aus den 1930er Jahren, die nun neu gestaltet werden und nach der für Juni 2015 geplanten Fertigstellung den Effizienzhaus Plus Standard erreichen sollen.

Den Abschluss bildete Thomas Wilken von der Technischen Hochschule in Braunschweig mit seinem Vortrag über das European Model Home Projekt von Velux. In diesem wurden in verschiedenen europäischen Ländern energieeffiziente Gebäude gebaut und die energetische Bilanz sowie die Wohnerfahrungen miteinander verglichen. Das „deutsche“ Haus dieses Projektes – das VELUX LichtAktiv-Haus in Hamburg – ist auch Teil des Netzwerkes Effizienzhaus Plus und – ursprünglich ein Siedlungshaus aus den 1950er Jahren - eines der wenigen sanierten Gebäude im Netzwerk.

 

Vorträge zum Download

Effizienzhaus Plus: Neu Ulm, Pfuhler Straße (PDF)
Stefan Ozwirk, NUWOG-Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm GmbH

Effizienzhaus Plus: Haus Miller in Münnerstadt (PDF)
Andreas Miller, Architekturbüro Miller

Effizienzhaus Plus in den Bergen in Bischhofswiesen (PDF)
Prof. Ulrich Möller, HTWK Leipzig

Effizienzhaus Plus: Haus Bachl in Deggendorf (PDF)
Peter Kemper, Stadt-Land-Leben GbR, Passau

Die europäischen VELUX Model Home Projekte: finale Ergebnisse (PDF)
Thomas Wilken, TU Braunschweig

 

 

21.05.2014 | "Bauen der Zukunft: ästhetisch, effizient und nutzergerecht" | Berlin

Herr Hegner auf der Fachveranstaltung "Bauen der Zukunft: ästhetisch, effizient und nutzergerecht"
Fachveranstaltung "Bauen der Zukunft: ästhetisch, effizient und nutzergerecht" (Quelle: Berliner Energietage)

Am 21. Mai 2014 führte das Bundesbauministerium gemeinsam mit der Architektenkammer Berlin sowie der Informationsstelle Effizienzhaus Plus die Fachveranstaltung „Bauen der Zukunft: ästhetisch, effizient und nutzergerecht“ im Rahmen der Berliner Energietage durch. 140 Teilnehmer fanden sich im Ludwig-Erhard-Haus in Berlin-Charlottenburg ein. Nach einer Einführung über die Ziele und Aktivitäten der Bundesregierung sowie den aktuellen Stand des Förderprogramms Effizienzhaus Plus durch Ministerialrat Hans-Dieter Hegner (BMUB) gab Roland Borgwardt, Vorsitzender des Arbeitskreises Nachhaltiges Planen und Bauen der Architektenkammer Berlin einen Überblick über die Herausforderungen an Architekten bezüglich Effizienz, Nachhaltigkeit und Gestaltung, illustriert anhand verschiedener aktueller Beispiele.

Der zweite Themenblock umfasste drei Präsentationen, in denen Projekte vorgestellt wurden, die das Zusammenspiel von Effizienz und Gestaltung verdeutlichen. Andreas Wiege von HHS Planer + Architekten AG erläuterte dieses am Beispiel des Effizienzhaus Plus in Frankfurt Riedberg. Christoph Deimel vom Architekturbüro Deimer Oelschläger stellte das Newtonprojekt in Berlin-Adlershof vor, das in Passivbauweise mit Einsatz von PV-Modulen auf Dächern und Fassaden ein Plus an Energie anstrebt. Eine Besonderheit ist hier die Rückführung überschüssiger Wärme in den Rücklauf des Nahwärmenetzes. Prof. Karsten Tichelmann von der TU Darmstadt erläuterte im Anschluss daran sehr anschaulich, dass nicht nur im Neubau, sondern auch in Modernisierungsvorhaben der Effizienzhaus Plus Standard erreicht wird und das Eigenheim zur Tankstelle für Elektromobilität werden kann.

Im letzten Teil der Veranstaltung wurde das Thema Technik in den Mittelpunkt gerückt. Den Einstieg lieferte das Fraunhofer Institut für Bauphysik, das das technische Monitoring des Netzwerk Effizienzhaus Plus koordiniert. Hans Erhorn berichtete über die zum Einsatz kommenden Technikkonzepte sowie die Zwischenergebnisse des Monitorings. Im Anschluss daran erläuterte Mechthild Zumbusch von der Berliner Energieagentur GmbH, welche Effizienzmaßnahmen bei Beleuchtung und Hausgeräten zur Verbrauchsminimierung beitragen können und dass stets der Nutzer der Technik im Mittelpunkt der Planung stehen muss. Alexander Schaper von der SmartHome Initiative Deutschland e.V. schilderte die Herausforderungen, die auf Kunden und Planer bei der Integration smarter Haustechnik zu überwinden sind und stellte Lösungsansätze vor. Eike Roswag, vom Architektenbüro Ziegert | Roswag | Seiler Architekten Ingenieure präsentierte im Anschluss daran nachhaltige Bauprojekte und erläuterte ökologische Auswirkungen der Bauens, wobei u.a. die eine feuchtesteuernde, sorptionsfähige Gebäudehülle mit Verwendung des Baustoffes Lehm vorgestellt wurde.

 

03.04.2014 | "Das Gebäude als Kraftwerk: Planung + Gestaltung von Prosumerbauten" | Frankfurt/M.

Teilnehmer der Fachveranstaltung
Teilnehmer der Fachveranstaltung (Quelle: ZVEH)

Mehr als 280 Teilnehmer besuchten am 3. April 2014 auf dem Messegelände Frankfurt die Tagung „Das Gebäude als Kraftwerk – Planung und Gestaltung von Prosumerbauten“, die vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen veranstaltet wurde.

In der ersten Hälfte der Veranstaltung lag der Schwerpunkt auf der Initiative Effizienzhaus Plus des Bundesbauministeriums. Helga Kühnhenrich vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) stellte die Ziele und Inhalte des Forschungsprogramms Effizienzhaus Plus vor. Hans Erhorn vom Fraunhofer Institut für Bauphysik und Dr. Eva Schulze vom Berliner Institut für Sozialforschung berichteten aus dem technischen und sozialwissenschaftlichen Monitoring des Programms. Dabei zeigte sich, dass die Effizienzhaus Plus Modellvorhaben zum einen erfreuliche Ergebnisse in puncto Energieeffizienz und Energiebereitstellung liefern, andererseits auch die Nutzerakzeptanz sehr hoch ist.

Professor Dr.-Ing. Karsten Tichelmann von der TU Darmstadt präsentierte die gelungene Sanierung eines Hauses aus den 70er Jahren in Reihenbebauung in Darmstadt. Er demonstrierte damit, dass auch Bestandsbauten auf den Plusenergie- und Aktivhaus-Standard gebracht werden können. Ein engagiertes Plädoyer für intelligente Gebäudetechnik im Aktivhaus hielt Professor Dr. Fisch von der TU Braunschweig. Eine seiner Botschaften: Strom gehört die Zukunft! Beide Vorträge verdeutlichten, welche Gestaltungsfreiräume sich durch den Einsatz von moderner Technik zurückgewinnen lassen.

Weitere Informationen zum 4. Architekturforum finden Sie auf der Webseite des ZVEH unter http://www.zveh.de/architektenforum.

 

21.02.2014 | "Effizienzhaus Plus und Zukunft Bau" | Berlin

"Effizienzhaus Plus und Zukunft Bau" im Rahmen der bautec am 21. Februar 2014 in Berlin
"Effizienzhaus Plus und Zukunft Bau" im Rahmen der bautec am 21. Februar 2014 in Berlin (Quelle: BEA)

Am 21. Februar 2014 veranstaltete die Informationsstelle Effizienzhaus Plus die Fachveranstaltung „Effizienzhaus Plus und Zukunft Bau“. Den Rahmen bildete das Forum „Zukunft Bau – Praxis Altbau“ auf der bautec 2014, das gemeinsam mit dem Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung e.V., dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), der Forschungsinitiative Zukunft Bau und der Zeitschrift Detail durchgeführt wurde.

Die Veranstaltung wurde durch Gregor Heilmann, von der Informationsstelle Effizienzhaus Plus bei der Berliner Energieagentur, eröffnet. Der erste Vortrag von Antje Bergmann (Fraunhofer IBP) gab eine Einführung in das Netzwerk Effizienzhaus Plus. Sie präsentierte aktuelle Zwischenergebnisse des technischen Monitorings aus den bislang realisierten Modellvorhaben. Ein Fazit des bisherigen Monitorings: ein Energie-Plus ist sowohl mit einfachen als auch mit komplexen Systemen erreichbar.

Im Anschluss wurden vier der Effizienzhaus Plus Modellvorhaben von Bauherrenseite, Architekten oder Monitoring-Partnern präsentiert:
Das Einfamilienhausprojekt „Effizienzhaus Plus Weifa“ wurde von der Architektin Kerstin Richter von fArt Archtitekten und Dr. Christoph Schünemann von der TU Dresden vorgestellt. Den aktuellen Stand der Baumaßnahmen und Hintergründe zum Konzept für das erste Berliner Mehrfamilienhaus als Effizienzhaus Plus, „LaVidaVerde“, gab Franziska Mohaupt. Als Mitglied der Baugemeinschaft präsentierte sie Einblicke in die Idee des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens. Aber auch die Überlegungen zur Errichtung einer Windkraftanlage inmitten von Berlin wurden vorgestellt.

Das preisgekrönte Projekt „Effizienzhaus Plus M1 Massivhaus“ aus Brieselang stellte Torsten Schoch, Geschäftsführer der Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft mbH vor.

Abschließend wurde das Effizienzhaus Plus im Altbau in Neu-Ulm vorgestellt. Details zum Status dieses anspruchsvollen Sanierungsvorhabens eines Mehrfamilienhauses aus den 1930er Jahren konnte Joost Hartwig von der ina Planungsgesellschaft mbH präsentieren.

 

18.11.2013 | "Effizienzhaus Plus im Einfamilienhaus“ | Köln

Führungen durch die FertighausWelt Köln
Führungen durch die FertighausWelt Köln (Quelle: BEA)

Am 18. November 2013 veranstaltete die Informationsstelle Effizienzhaus Plus gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) in der FertighausWelt Köln-Frechen die Fachveranstaltung "Effizienzhaus Plus im Einfamilienhaus". Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des BDF begrüßte über 70 Teilnehmer in der FertighausWelt. Anschließend präsentierte Guido Hagel vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) Hintergründe zur Bauforschung, das Förderprogramm Effizienzhaus Plus und ausgewählte Projekte. Antje Bergmann (Fraunhofer IBP) präsentierte in der Folge aktuelle Zwischenergebnisse des technischen Monitorings aus dem Netzwerk Effizienzhaus Plus. Im Anschluss nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit zur Diskussion der Ergebnisse und erhielten Einblicke aus erster Hand z. B. aus dem Modellprojekt in Berlin.

Im zweiten Block stellte Georg Lange (BDF) die Erfahrungen der Effizienzhaus Plus Modellvorhaben in Fertigbauweise vor. In den Folgevorträgen wurden zentrale technische Komponenten thematisiert, die in vielen Effizienzhäusern zum Einsatz kommen. In Vertretung von Heinz-Werner Schmidt (Bundesverband Wärmepumpe) präsentierte Andreas Seber (Tecalor) die Potenziale von Wärmepumpen in Effizienzhäusern Plus. Prof. Weller von der Technischen Universität Dresden referierte über gebäudeintegrierte Photovoltaik. Abschließend stellte Jürgen Daamen (KfW Bankengruppe) das KfW-Förderprogramm "Erneuerbare Energien – Speicher" vor.

Am Nachmittag diskutierten Guido Hagel (BBSR), Günter Baum (Bien-Zenker AG), Michael Schäfer (Bundesverband Solarwirtschaft) sowie Thomas Wilken (TU Braunschweig) über die Marktpotenziale des Effizienzhaus Plus, konkurrierende Versorgungskonzepte, die Perspektiven der Solarenergienutzung unter geänderten Förderbedingungen sowie die nächsten Schritte in der Weiterentwicklung möglicher Forschungsschwerpunkte.

Abschließend fanden Führungen durch die Modellvorhaben der Unternehmen Bien-Zenker, HUF HAUS, SchwörerHaus, LUXHAUS, FingerHaus und WeberHaus in der FertighausWelt Köln statt. Die Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, sich detailliert über die technischen Konzepte zu informieren und mit den Herstellern Erfahrungen aus dem Betrieb auszutauschen.

14.06.2013 | "Effizienzhaus Plus – Konzepte und Betriebserfahrungen“ | Hamburg

Fachveranstaltung "Effizienzhaus Plus – Konzepte und Betriebserfahrungen“ am 14. Juni 2013 in Hamburg (Quelle: BEA)

Am 14. Juni 2013 wurde in Hamburg die Fachveranstaltung "Effizienzhaus Plus – Konzepte und Betriebserfahrungen“ mit 130 Teilnehmern durchgeführt. Im Kontext der Internationalen Bauausstellung fand die Veranstaltung im Auswandermuseum BallinStadt in Hamburg-Wilhelmsburg statt.

Ministerialrat Hans-Dieter Hegner (BMVBS) gab zu Beginn einen Überblick zum Förderprogramm Effizienzhaus Plus. Darauf folgend präsentierte Jan Gerbitz (IBA Hamburg) eine Einführung zur Internationalen Bauausstellung mit Schwerpunkt auf nachhaltige Energieprojekte. Hans Erhorn (Fraunhofer IBP) gab einen umfassenden Überblick über die Modellvorhaben im Netzwerk Effizienzhaus Plus sowie verwendete Techniken und Monitoringergebnisse.

Antje Bergmann (Fraunhofer IBP) ging detailliert auf das technische Monitoring im Berliner Effizienzhaus Plus ein, gefolgt von einem Bericht zu den Ergebnissen des sozialwissenschaftlichen Monitorings durch Dr. Eva Schulze (BIS).

Das Velux LichtAktiv Haus stand anschließend im Fokus, zunächst mit einem Vortrag des Büro Andres Lichtplanung zum Kunst- und Tageslicht-Konzept, anschließend mit einer Präsentation der Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Begleitung durch Prof. Wegener (HU Berlin).
In der folgenden Podiumsdiskussion befragte Laurenz Hermann (Berliner Energieagentur) Bewohner von drei Effizienzhäusern über ihre Erfahrungen: Familie Oldendorf (Hamburg), Tim Zeppan (Brieselang) und Tanja Fisch (Leonberg) berichteten überwiegend positiv von ihrem Leben in Effizienzhäusern und den Elektrofahrzeugen, die in allen drei Projekten zum Einsatz kommen.

Im abschließenden Block stellte Jan Keiser (DAI Labor) die Erfahrungen mit den Elektrofahrzeugen im Effizienzhaus Plus in Berlin vor. Tobias Mayer (Lion Smart) präsentierte aktuelle Trends zu stationären elektrischen Speichersystemen.

Das Veranstaltungsprogramm wurde abgerundet durch zwei Führungen über die Internationale Bauausstellung.

 

17.05.2013 | "Effizienzhaus Plus: auf dem Weg zum Baustandard von morgen" | Berlin

Fachveranstaltung "Effizienzhaus Plus: auf dem Weg zum Baustandard von morgen"
Fachveranstaltung "Effizienzhaus Plus: auf dem Weg zum Baustandard von morgen" (Quelle: BEA)

Am 17. Mai 2013 wurde die Fachveranstaltung "Effizienzhaus Plus: auf dem Weg zum Baustandard von morgen" im Rahmen der Berliner Energietage durchgeführt. Über 140 Teilnehmer fanden sich im Ludwig-Erhard-Haus in Berlin-Charlottenburg ein. Nach einer Einführung in die Ziele und Aktivitäten des Förderprogramms Effizienzhaus Plus durch Ministerialrat Hans-Dieter Hegner (BMVBS) präsentierte Hans Erhorn (Fraunhofer IBP) einen Überblick über das Netzwerk Effizienzhaus Plus. Im folgenden Block wurden zwei außergewöhnliche Modellprojekte im Effizienzhaus Plus Standard näher vorgestellt: Dr. Frank Heinlein (Werner Sobek Group) präsentierte die geplante Modernisierung von Mehrfamilienhäusern in Neu-Ulm. Anschließend erläuterte Prof. Manfred Hegger (TU Darmstadt) das Konzept des Aktiv-Stadthauses Frankfurt, ein Mehrfamilienhaus-Neubau mit über 70 Wohneinheiten. Abgerundet wurde der Themenblock durch einen Vortrag zu den Herausforderungen der TGA-Planung für Effizienzhäuser durch Franziska Brockelmann (IGS TU Braunschweig).

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden die sozialen Aspekte des Lebens in einem Effizienzhaus Plus verdeutlicht. Dr. Eva Schulze (BIS) gab Einblicke in die sozialwissenschaftliche Begleitforschung zum Berliner Effizienzhaus. Anschließend berichtete Jörg Welke als Bewohner des Hauses sehr anschaulich von seinen ganz persönlichen Erfahrungen aus fast eineinhalb Jahren Wohnzeit in einem Effizienzhaus Plus.

Die sehr informative Veranstaltung wurde mit einer Podiumsdiskussion unter Leitung von Volker Gustedt (Berliner Energieagentur) zum Titel der Veranstaltung "Effizienzhaus Plus: auf dem Weg zum Baustandard von morgen" abgeschlossen. Teilnehmende Diskutanten waren Ministerialrat Hans-Dieter Hegner (BMVBS), Prof. Gerd Hauser (Fraunhofer IBP), Frank Junker (ABG FRANKFURT HOLDING) und Torsten Schoch (Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft).

 

23.11.2012 | Workshop "Erfahrungen zum Leben im Effizienzhaus Plus"

Im Rahmen des Netzwerkes „Effizienzhaus Plus“ lud das damalige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 23. November 2012 zum Workshop „Erfahrung zum Leben im Effizienzhaus Plus“ ein.

Der Einladung folgten sieben Familien, die in Effizienzhäusern Plus Standard wohnen. Mit ihnen sowie mit den Architekten, Forschern und Betreuern solcher Modellprojekte wurden erstmals die technischen und sozialen Fragestellungen des Standards „Effizienzhaus Plus“ diskutiert. Über 50 Teilnehmer hatten sich zu diesem Erfahrungsaustausch zusammengefunden.

Nach einer Einführung zu den Plänen der Bundesregierung zur Energiewende, stellte Ministerialrat Hans-Dieter Hegner (Leiter des Referats Bauingenieurwesen, Nachhaltiges Bauen, Bauforschung) verschiedene Modell- und Förderprogramme des BMVBS zu energieeffizientem Wohnen vor. Darunter auch das in Berlin realisierte Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität. Neben dessen Entstehungsgeschichte und baulichen Besonderheiten wurde weiterhin das aktuell umgesetzte Netzwerk „Effizienzhaus Plus“, in dem bis Ende des Jahres 31 weitere Bauvorhaben gefördert werden, dargestellt.

Erste Ergebnisse des technischen sowie des sozialwissenschaftlichen Monitorings des Effizienzhauses Plus mit Elektromobilität nach acht Monaten Wohnzeit wurden von Herrn Hans Erhorn (Leiter der Abteilung Wärmetechnik, Fraunhofer Institut für Bauphysik) und Frau Anja Wilbrandt (BIS Berliner Institut für Sozialforschung) präsentiert und diskutiert.

Bilder zum Workshop „Erfahrungen zum Leben im Effizienzhaus Plus“

Technisches Monitoring des Effizienzhaus Plus

Für das technische Monitoring wurden die monatlichen Bilanzen für den Endenergieverbrauch, die Energiequellen und die Energienutzung sowie die Erträge der Photovoltaikanlage und die kumulierten Energieerträge erfasst. Erste Ergebnisse zeigen, dass für das Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität der kumulierte Photovoltaik-Ertrag aufgrund der diesjährigen geringeren Sonneneinstrahlung geringer ausfällt als prognostiziert, der Hausverbrauch hingegen geringfügig höher liegt als vorherberechnet.
Insgesamt produziert das Vorhaben jedoch mehr Energie als es zum Betrieb benötigt. Der bisher erwirtschaftete Photovoltaik-Überschuss liegt bei ca. 6000 kWh.

Sozialwissenschaftliches Monitoring des Effizienzhaus Plus

Im ersten Rückblick nach acht Monaten Wohnzeit wird deutlich, dass die vom Haus gewonnene Energie für die Bedürfnisse der Familie voll ausreicht. Die Familie fühlt sich sehr wohl in dem Haus und geniesst den Komfort ohne ein schlechtes Gewissen wegen des Energieverbrauchs haben zu müssen. Sie nutzen auch gerne die Elektromobilität und haben bereits gut 8000 km mit den Autos sowie 3500 km mit den Pedelecs zurückgelegt.

Als eine Herausforderung erwies sich bislang lediglich die Lüftungsanlage, die, da nicht manuell regulierbar, im Sommer regelmäßig die warme Außenluft in die Innenräume beförderte und so zu einer unangenehmen Aufheizung des Wohn- und Schlafbereiches beitrug.

Herr Staatssekretär Rainer Bomba betonte, wie wichtig es sei, die Energiewende richtig zu kommunizieren. Die Einbindung der Bürger, die Rücksichtnahme auf ihre Bedürfnisse und Bedenken sei sein Anliegen. Der Workshop könne als Baustein für diesen Partizipationsprozess gelten und die Beteiligten könnten so die Energiewende am Besten in den Alltag der Gesellschaft integrieren.

In der anschließenden Diskussion wurden Erfahrungen der Effizienzhaus-Familien mit Lüftungsanlagen, Raumtemperaturen, Photovoltaik, Wärmepumpen und Elektromobilität ausgetauscht. Es zeigte sich, dass z.B. die Vor- und Nachteile einer Lüftungsanlage im Vergleich zur herkömmlichen Fensterlüftung recht unterschiedlich wahrgenommen werden. Sie sei wohl effizient, leicht zu bedienen und könne eine konstante Raumtemperatur sicherstellen – auf der anderen Seite jedoch ein Gefühl der Abschottung zur Außenwelt erzeugen sowie den Frischluftschub einer Fensterlüftung nicht ersetzen. Weiterhin wurde deutlich, dass die Art der Erzeugung der von den Bewohnern benötigten Energie – sei es mit einer Photovoltaikanlage, Solarthermie oder Wärmepumpen – keinen Einfluss auf die Wohnqualität hat. Bedenken im Vorfeld, ob das Haus ausreichend Energie erzeugen könne, waren gering und noch viel wichtiger: unbegründet. Einige Familien berichteten über ein verändertes Verhältnis zum eigenen Energieverbrauch, das sie in ihrem neuen Wohnumfeld erworben hätten: Die Unabhängigkeit von Energiepreisen sei sehr entspannend, die Erfassung und Beobachtung des eigenen Verbrauchs mache Spaß und wecke den Ehrgeiz, noch energiebewusster zu agieren.

Insgesamt äußerten sich alle Bewohner durchweg positiv über ihre Erfahrungen zum Leben in ihrem Effizienzhaus.

Handlungsbedarf wurde von den Anwesenden vor allem in Bezug auf zwei Dinge gesehen: Zum einen gebe es ein mangelndes Angebot an bezahlbaren Elektroautos sowie eine fehlende Ladeinfrastruktur. Zum anderen müsse die Ausbildung von Architekten sowie der Ausbau der Planungsberatung beim Bau von Effizienz Plus Häusern weiter voran getrieben werden: Es gibt noch zu wenige Architekten und Handwerker, die sich mit der Materie auskennen.

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