Wärmeversorgung

Die meisten der bisher realisierten Gebäude nutzen zur Wärmeversorgung elektrisch angetriebene Wärmepumpen in Verbindung mit Flächenheizungen. Die Heizleistung der Systeme variiert zwischen 25 und 50 W/m². Beim überwiegenden Teil der Konzepte erfolgt die Wärmeübergabe über ein Fußbodenheizsystem; einige binden aber bewusst die Wandflächen mit ein, um die Systemtemperaturen auf unter 35 °C dank größerer Übergabeflächen absenken zu können.

Als problematisch stellte sich bei den Messungen eine mehrgeschossige, offene Bauweise heraus, da hierbei die Wärmezufuhr zu den Räumen der verschiedenen Etagen unkontrolliert erfolgte und dadurch einzelne Räume erhöhte Wärmelasten abdecken mussten, was zu höheren Systemtemperaturen und reduzierten Effizienzen der Wärmepumpensysteme führte.

Aufgrund der geringeren Anschaffungskosten verwenden unerwartet viele Gebäude Außenluft-Wärmepumpen, obwohl deren Energieeffizienz-Kennwerte deutlich schlechter sind als die von Erdreich-Wärmepumpen. Einzelne Gebäudekonzepte des Netzwerks setzen auf thermisch solare Wärmeversorgung unter Verwendung von saisonalen Speichern und geeigneten Nachheizsystemen (Back-up-Systeme) wie z. B. Pelletöfen. Für Einfamilienhäuser erfordern diese Konzepte Speichergrößen zwischen 5 und 10 m³ und ein zusätzliches Brennstofflager. Für diese Konzepte sind also größere umbaute Gebäudevolumen erforderlich als bei den Wärmepumpenlösungen.

Häufigkeit der installierten Wärmeerzeugungssysteme in den Demonstrationsvorhaben (Quelle: Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP)

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