Einleitung

Das Bundesbauministerium hat ein Förderprogramm für Modellhäuser aufgelegt, die den sogenannten „Plus-Energie-Standard“ erfüllen. Mit dem Programm werden Bauherren unterstützt, deren errichtete Gebäude deutlich mehr Energie produzieren, als für deren Betrieb notwendig ist. Diese Energie soll insbesondere für die Elektromobilität zur Verfügung stehen.

Die Modellprojekte werden im Rahmen eines wissenschaftlichen Begleitprogramms ausgewertet. Mit den Ergebnissen soll das Energiemanagement von modernen Gebäuden verbessert und die notwendigen Komponenten für die energieeffiziente Gebäudehülle und die Nutzung erneuerbarer Energien fortentwickelt werden. Die Gebäude sollen in der Lage sein, neben allen Funktionen des Hauses wie Heizung, Warmwasser, Beleuchtung oder Haushaltsstrom, Elektrofahrzeuge oder weitere externe Nutzer wie z. B. benachbarte Häuser zu bedienen. Sie sollen unter unter bewohnten Bedingungen getestet und evaluiert werden.

Interaktive Karte

Tabellarische Übersicht

Während Häuser bisher fast ausschließlich als Energieverbraucher in Erscheinung treten, können sie unter Nutzung moderner Energiegewinnungstechnologien bereits heute zu Energieerzeugern werden. Durch den gezielten Einsatz von regenerativen Energiequellen im und am Gebäude – wie z. B. die Nutzbarmachung von Sonnenenergie oder Erdwärme – werden Häuser zu Plus-Energie-Häusern und damit zu Kleinkraftwerken. In der Jahresbilanz erzeugen sie die für die Wohnnutzung inklusive des Betriebs von Haushaltsgeräten benötigte Energie und darüber hinaus ein "Plus", das heißt, einen Energieüberschuss, der für andere Zwecke bereitgestellt werden kann. Eine Gegenüberstellung der existierenden Effizienzhäuser und der jeweils genutzten Technologien finden Sie hier:
Innovative Fassade Hocheffiziente Beleuchtung Energiemanagement Niedertemperatur-Heizsystem Erneuerbare Energien Elektrizitätsspeicher Elektro-Mobilität
EHP Berlin BMUB-Effizienzhaus, Berlin Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
LaVidaVerde Berlin LaVidaVerde, Berlin Nein Ja Nein Ja Ja Nein Nein
Bad Homburg Bad Homburg Nein Ja Nein Ja Ja Nein Nein
Bien-Zenker Bien-Zenker Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Bischofswiesen Bischofswiesen Nein Ja Nein Ja Ja Ja Ja
Bremen Bremen Nein Ja Ja Ja Ja Nein Ja
Brieselang Brieselang Nein Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Buchen-Hollerbach Buchen-Hollerbach Nein Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Burghausen Burghausen Nein Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Crumstadt Crumstadt Nein Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Darmstadt Darmstadt Nein Ja Ja Ja Ja Nein Ja
Deggendorf Deggendorf Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Eussenheim Eußenheim Nein Ja Ja Ja Ja Nein Ja
Finger FingerHaus Nein Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Frankfurt am Main, Aktiv-Stadthaus Aktiv-Stadthaus, Frankfurt Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Frankfurt am Main, Codierstraße Frankfurt, Cordierstraße Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Frankfurt, Riedberg Frankfurt am Main, Riedberg Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Geisenheim Geisenheim Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
HO-Immobilien & Baukonzepte HO-Immobilien & Baukonzepte Nein Ja Ja Ja Ja Nein Ja
Huf HUF HAUS Nein Ja Ja Ja Ja Ja Nein
Kassel Kassel Nein Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Leonberg Leonberg Ja Nein Ja Ja Ja Ja Ja
Lüneburg Lüneburg Nein Ja Nein Nein Ja Nein Nein
LuxHaus LuxHaus Nein Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Muennerstadt Münnerstadt Nein Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Muennerstadt Neu-Ulm 4 & 6 Nein Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Muennerstadt Neu-Ulm 12 & 14 Nein Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Poing, „Alpenchic“ Baufritz Baufritz Nein Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Schwabach Schwabach Nein Ja Ja Ja Ja Nein Ja
Schwörer SchwörerHaus Nein Ja Ja Ja Ja Nein Ja
Stelzenberg Stelzenberg Nein Ja Ja Ja Ja Ja Nein
Stuttgart Stuttgart Nein Nein Ja Ja Ja Ja Ja
Tübingen Tübingen Nein Ja Nein Ja Ja Ja Ja
Unterkirnach Unterkirnach Nein Ja Ja Ja Ja Ja Nein
VELUX LichtAktiv Haus VELUX Haus Nein Ja Ja Ja Ja Nein Nein
WeberHaus WeberHaus Nein Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Weifa Weifa Nein Ja Ja Ja Ja Ja Ja

Netzwerkpartner

Ziel des Forschungsförderprogramms des Bundes ist es, nicht nur einmalige Leuchtturmprojekte zu realisieren, sondern in einem Netzwerk von unterschiedlichen Lösungen verschiedene Technologien auszuprobieren und weiter zu optimieren. So sollen vielversprechende Ideen, Technologien und Materialien schneller den Weg in die Praxis finden. Mit den Gebäuden sollen Erfahrungen gesammelt und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen angestellt werden. Mittelfristig soll es gelingen, Effizienzhäuser Plus zu attraktiven Preisen zu errichten. Das Netzwerk besteht mittlerweile aus über 100 Partnern aus der bau- und anlagentechnischen Industrie, die diese Gebäudekonzepte erfolgreich am Markt multiplizieren.

Partner im Netzwerk Effizienzhaus Plus (Quelle Fraunhofer IBP, Stuttgart)

Newsletter "Effizienzhaus Plus"

Newsletter abonnieren

Neuigkeiten zum Effizienzhaus Plus-Standard und von den geförderten Modellvorhaben, Informationen über konstruktive und technische Details oder Hinweise auf kommende Termine und Veranstaltungen – bleiben Sie auf dem Laufenden!

> Newsletter abonnieren

Weiterempfehlen

Twitter

Teilen

Facebook

Teilen

Ein gemeinsames Projekt von: