Mein Zukunft Bau

Methoden und Instrumente für das Lifecycle Benchmarking für Gebäude und technische Anlagen

Projektnummer

F20-09-1-087; 10.08.18.7-10.29

 

Laufzeit / Status

12.2010 - 04.2013 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

IPS - Institut für Projektmethodik und Systemdienstleistungen, Heidelberg (Bearbeiter)

 

Prof. Henning Balck (Bearbeiter)

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Unter der vom Autor gewählten Bezeichnung "Lifecycle Benchmarking" ist ein methodisches Konzept verfolgt worden, das in Bestandsgebäuden kostenbezogene Kennwerte als Verhältnis von Investitionskosten und Folgekosten zur Grundlage des Benchmarking macht - und in umgekehrter Richtung die Ermittlung von Iebenszyklusorientierten Kennwerten für Planungs- und Beschaffungsprozesse ermöglicht. Dadurch können gleichermaßen Entscheidungshilfen für Optimierungen in den Nutzungs- und Betriebsphasen im Bestandsmanagement wie auch in den Planungsphasen von Bauprojekten bereitgestellt werden. Damit einher geht die integrale Managementaufgabe, Investitions- und Betriebsprozesse in Unternehmen in einem ganzheitlichen Lebenszyklusansatz auszurichten. Lifecycle Benchmarks ermöglichen dafür eine Unterstützung des Technisch-wirtschaftlichen Controllings. Ein wichtiger Ansatz wird in der Beschreibung und Bewertung einer auch langfristigen Effizienz gesehen, bei der Aufwandsgrößen (Lebenszykluskosten, Ökobilanz usw.) Langzeitqualitäten gegenübergestellt werden. Im heute üblichen und bewährten Benchmarking, in dem Kennwerte aus Nutzungskosten im Verhältnis zu Gebäudeflächen gebildet werden, geht es um den Vergleich umfangreicher Gebäudecluster. So geben z.B. Kennwerte wie "Energieverbrauch pro qm BGF" einen ersten Hinweis auf die energetische Effizienz von Gebäuden. Solche flächenbezogenen Energiekennwerte betreffen statistische Gesamtheiten und ermöglichen eine Grobbeurteilung im Vergleich mit ähnlichen Nutzungsbedingungen in anderen Gebäudebeständen. Aussagen über die energetische Effizienz von Gebäudehüllen oder die Effizienz von betriebenen Anlagen, bzw. der darin verbauten aktiven Komponenten, wie Pumpen, Ventilatoren, Elektronikbauteile, sind mit solchen Flächenbenchmarks nicht möglich. Entsprechendes gilt für andere flächenbezogene Kostenkennwerte. So ist z.B. der Kennwert "Gebäudereinigungskosten pro qm BGF" für ein Gebäudecluster eine statistische Gesamtheit aus der Reinigung und Pflege aller eingebauten Bodenbelege, der Möbelreinigung und Abfallentsorgung. Der Kennwert gibt zwar einen Hinweis auf das Kostenniveau der Reinigung, ist aber keine belastbare Information über die Effizienz der unterschiedlichen Bodenbelagsarten. Dazu sind Kennwerte erforderlich, die präzise nur auf Bauteileigenschaften gerichtet sind (ohne Möbelreinigung und Abfallentsorgung). Im LifeCycle Benchmarking geht es um Kennwerte von Anlagen und Bauteilen, die Urteile über deren Effizienz und Effektivität ermöglichen. In den Forschungsergebnissen wird ein systemtechnisch orientiertes Benchmarking für Baukonstruktionen/ Techn. Anlagen und Bauteile bzw. Komponenten dargestellt.

Schlagwörter

Gebäudebestand; Bestandsgebäude; Technische Anlage; Kennwert; Benchmarking; Investitionskosten; Folgekosten; Beschaffung; Instandhaltung; Betrieb; Gebäudebetrieb; Nutzung; Gebäudenutzung; Planung; Bauplanung; Lebenszyklus; Nutzungsdauer; Nachhaltigkeit; Nachhaltiges Bauen; Anlage; Bauteil; Effizienz; Effektivität; Entscheidungshilfe; Software;

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