Mein Zukunft Bau

Materialfeuchte-Monitoring an hochgedämmten Holzbauteilen des Demonstrationsbauvorhabens Plusenergie-Haus in der Fasanenstraße 87 in 10623 Berlin

Projektnummer

F40-11-1-003; 10.08.18.7-11.16

 

Laufzeit / Status

07.2011 - 02.2014 / laufend

Projektdetails

Beteiligte

 

Dr.-Ing. Katrin Riesner (Bearbeiter)

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

In der Gefachdämmung von hochgedämmten Holzrahmen-Außenwänden tritt in der kalten Jahreszeit natürliche Konvektion auf. Natürliche Konvektion in offenporigen Gefachdämmungen kann je nach Dämmstoff, Gefachabmessungen und Gefachbeplankungen über mehrere Wochen zu einem lokal begrenzten hohen Tauwasserausfall und damit zu Feuchteschäden in der Gefachdämmung und zu langzeitig unzulässig hohen Holzfeuchten führen. Diese Feuchteschäden sind bei guter Bauausführung planerisch vermeidbar. Dafür neu aufgestellte Planungsregeln wurden im Vorgängerprojekt (Aktenzeichen Z6-10.07.03-05.19/II13-800105-19) aus Simulationsrechnungen und Laborbersuchen abgeleitet und sind nun in Feldversuchen zu überprüfen. Die Ergebnisse sind ein wichtiger Beitrag für die Gewährleistung der von der Bauwirtschaft und vom Bauherrn erwarteten Lebensdauer von hochgedämmten Holzbauweisen.

Das Materialfeuchtemonitoring in den Außenbauteilen des Plusenergiehauses erfolgt über den Einbau von insgesamt 16 Stück Holzfeuchtesensoren mit zugeordneten Temperaturmessstellen sowie weiteren Messfühlern für Temperatur und relative Luftfeuchte in je einem Außenwandgefach der NO- und der SW-Fassade sowie in der Bodenplatte und in einem Gefach des Daches. Mit dem Materialfeuchte-Monitoring wird 2 Jahre überwacht, ob unzulässige Materialfeuchten in den untersuchten Gefachen der Gebäudehülle auftreten. Der thermische Zustand der untersuchten Gebäudehülle wird vor Beginn des Materialfeuchte-Monitorings über Thermagrafie als Referenz festgestellt. Damit lässt sich ausschließen oder bewerten, dass lokale Wärmebrücken das Feuchte-Monitoring beeinflussen.

Arbeitsplan:

1. Installation der Messfühler im Fertigteilwerk und auf der Baustelle (Herbst 2011);

2. Thermische Bauabnahme nach Fertigstellung des Gebäudes (Winter 2011);

3. Messwertaufnahme und Dokumentation der Messergebnisse über ca. 2 Jahre (Winter 2011 bis 10 / 2013);

4. Forschungsbericht (bis Ende 12 / 2013).

Schlagwörter

Wärmeschutz; Feuchteschutz; Tauwasser; Passivhaus; Plusenergiehaus; Außenwand; Wandaufbau; Dach; Kriechkeller; Konvektion; Tauwasser; Dämmstoff; Holzbauweise; Baumaterial; Feuchtegehalt; Holzfeuchte; Feuchteschaden; Schadensvermeidung; Monitoring; Feuchtemessung; Thermografie; Messverfahren;

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