Mein Zukunft Bau

Ermittlung von Materialeigenschaften und effektiven Übergangsparametern von Dachbegrünungen zur zuverlässigen Simulation der hygrothermischen Verhältnisse in und unter Gründächern bei beliebigen Nutzungen und unterschiedlichen Standorten

Projektnummer

F20-10-1-100; 10.08.18.7-11.18

 

Laufzeit / Status

11.2011 - 04.2013 / abgeschlossen

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Projektdetails

Beteiligte

Fraunhofer-Institut für Bauphysik -IBP-, Valley/Oberlaindern (Bearbeiter)

 

Dipl.-Ing. Daniel Zirkelbach (Bearbeiter)

Dipl.-Ing. Bearte Schafaczek (Bearbeiter)

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Da ein großer Teil innerstädtischer Flächen durch Gebäude und Straßen versiegelt ist, werden als klimatische Ausgleichsflächen zunehmend Dachbegrünungen ausgeführt. Deren Planung und Ausführung erfordern jedoch vor allem bei Holzkonstruktionen aufgrund des auch im Sommer geringen Trocknungspotentials besondere Sorgfalt. Ziel des Forschungsvorhabens war es, Grundlagen zur zuverlässigen Berechnung und Planung von Dachbegrünungen mit Hilfe hygrothermischer Simulationen zu schaffen. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden ein vereinfachtes und mehrere produktspezifische Modelle entwickelt. Basierend auf vorhandenen und neu durchgeführten Messungen wurden spezifische Oberflächenübergangskoeffizienten und die Materialeigenschaften typischer Substrate ermittelt, sodass berechnete und gemessene Verhältnisse unter der Begrünung möglichst gut übereinstimmen. Ein "Leitfaden zur Berechnung von extensiv begrünten Dächern" stellt die genaue Vorgehensweise zur Simulation von Dachbegrünungen dar. Dieser Leitfaden soll Planern und Bauproduktherstellern eine Grundlage zur Planung der Feuchtesicherheit von begrünten Dächern bieten. Damit ist künftig sowohl die objektspezifische Quantifizierung von winterlichem und sommerlichem Wärmeschutz als auch eine feuchtetechnisch sichere Planung der Unterkonstruktion möglich. Eine vereinfachte Abschätzung der energetischen Auswirkungen von Dachbegrünungen erfolgte anhand des Wärmestroms durch den Regelquerschnitt des Dachs. Dabei zeigen sich im Vergleich zu Flachdächern ohne Deckschichten durchaus Vorteile für den Wärmeschutz im Sommer - die Unterschiede im Winter bleiben allerdings gering. Am Beispiel eines üblichen Leichtbaudachs wurden die hygrothermischen Verhältnisse in Abhängigkeit von Gründachaufbau, Dämmmaterial, Dämmstärke und raumseitigem Diffusionswiderstand ermittelt. Auf Basis dieser Untersuchungsergebnisse wurden anschließend allgemeine Empfehlungen zur Ausführung von begrünten Leichtbaudächern für die Praxis erarbeitet.

Schlagwörter

Dachbegrünung; Gründach; Dachkonstruktion; Holzkonstruktion; Begrünung; Substrat; Materialeigenschaft; Kennwert; Planung; Entwurf; Konstruktion; Berechnung; Ausführung; Versuch; Freilandversuch; Laborversuch; Messung; Simulation; Hygrothermische Simulation; Hygrothermisches Verhalten; Wärmeschutz; Wärmestrom; Modell; Leitfaden;

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