Mein Zukunft Bau

Systematische Erforschung der Rissflankenbruchneigung von befahrbaren Industriefußböden

Projektnummer

F20-11-1-063; 10.08.18.7-11.44

 

Laufzeit / Status

02.2012 - 08.2013 / laufend

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Projektdetails

Beteiligte

 

TU Kaiserslautern, Fachgebiet Massivbau und Baukonstruktion (Bearbeiter)

Dipl.-Ing. Sebastian Oster (Bearbeiter)

Dipl.-Ing. Michael Wolbring (Bearbeiter)

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Industriefußböden lassen sich kostengünstig aus Stahlbeton (Stahlfaserbeton) herstellen. Es kommen gefugte und fugenlose Konstruktionen zur Ausführung. Der Stand der Technik zu dieser Bauweise ist im DBV-Merkblatt Industrieböden aus Beton für Frei- und Hallenflächen (Ausgabe 11/2004) dokumentiert.

Allerdings enthalten dieses Merkblatt und zusätzlich die einschlägige Literatur kaum Angaben zu zulässigen Rissbreiten in Abhängigkeit von (der Betonfestigkeitsklasse/Betongüte) Betonrezeptur, Oberflächenbehandlung und (insbesondere) Art der Befahrung. Tatsächlich ergeben sich bei befahrenen Industriefußböden allerdings regelmäßig erhebliche Schäden, weil Rissflanken progressiv abbrechen und Nutzungseinschränkungen neben optischer Beeinträchtigung die Folge sind. Deshalb wurde an der TU Kaiserslautern ein Versuchsstand konzipiert und im Labor für Konstruktiven Ingenieurbau der TU Kaiserslautern realisiert, der eine Befahrung von Stahlbetonversuchskörpern unter realistischen Randbedingungen erlaubt. Damit wurden im Vorfeld bereits erste Tastversuche durchgeführt. Für eine qualifizierte Erfassung aller Einflüsse werden aber systematische Versuchsreihen erforderlich. Diese sollen im Rahmen des Forschungsvorhabens durchgeführt werden. Es hat zum Ziel, eine umfassende und zuverlässige Beschreibung der Einflüsse auf die Rissflankenbruchneigung von befahrenen Industriefußböden zu erstellen. Als Ergebnis sind ein Merkblatt bzw. entsprechende Handlungsempfehlungen geplant, die die Einflüsse auf die Rissbreiten bzw. Rissflankenbruchneigung (bspw. konstruktive, werkstofftechnische, belastungsabhängige Einflüsse) beschreiben und somit zur Vermeidung von Bau- oder Nutzungsschäden und zur besseren Planungs- und Vertragssicherheit beitragen. Ferner soll eine Abgrenzung des Bruchschadens von gewöhnlichem Verschleiß getroffen werden. Die Ergebnisse sollen u. a. über den Deutschen Beton- und Bautechnikverein (DBV) veröffentlicht und somit eine breite Anwendung in der Praxis ermöglicht werden.

Das Versuchsprogramm soll die gängigen Fußböden in Kombination mit verschiedenen Belastungsarten berücksichtigen. An ca. 30 Probekörpern sollen u.a. die Betonrezepturen, die Rissbreiten, die Oberfläche sowie die Radkonstruktionen variiert werden. Auf dem Versuchsstand wird die Belastung an den Probekörpern simuliert und deren Schadensbildung untersucht.

Schlagwörter

Fußboden; Stahlbeton; Wirtschaftlichkeit; Industriefußboden; Rissbildung; Befahrbarkeit; Belastung; Flurförderzeug; Bereifung; Rissbreite; Fugenschnitt; Rissbreitenbeschränkung;

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