Mein Zukunft Bau

Entwicklung eines Leitfadens, der Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplanern und Gebäudetechnikern Planungshilfen zur Nutzung energetischer, klimatischer und gestalterischer Potenziale sowie zu den Wechselwirkungen von Gebäude, Bauwerksbegrünung und Gebäudeumfeld liefert

Projektnummer

F20-11-1-077; 10.08.18.7-12.16

 

Laufzeit / Status

08.2012 - 08.2013 / abgeschlossen

Projektdetails

Beteiligte

TU Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen (Bearbeiter)

 

TU Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Freiraumplanung (Bearbeiter)

TU Braunschweig, Klimatologie und Umweltmeteorologie (Bearbeiter)

Prof. Manfred Hegger (Bearbeiter)

Prof. Dr.-Ing. Jörg Dettmar (Bearbeiter)

Prof. Dr. Stefan Weber (Bearbeiter)

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Anlass: Mit dem Einzug eines geschärften Umweltbewusstseins in unser Handeln wird das Leitbild der Nachhaltigkeit zum Motor des Fortschritts: Architektur, Landschaftsarchitektur und Städtebau sind geänderte Leitziele gesetzt. Bezogen auf die Architekturgestalt bedeutet dies, die zukünftige Oberflächenwidmung der Gebäudehülle funktional und gestalterisch neu zu ordnen: energetische Funktionsflächen, Begrünungsflächen, Belichtungsflächen und (natürliche) Verschattungssysteme sind nach ökologischen und synergetischen Kriterien in optimierte Positionen zu bringen. Ausgangslage: Der innerstädtische Lebensraum ist durch Luftverschmutzung und Lärmbelastung beeinträchtigt, Einstrahlung und Aufheizung im Bestand werden nur marginal zur Substitution fossiler Energieträger genutzt, Entwässerungssysteme sind an der Grenze ihrer Kapazität. Städtisches Grün ist durch Flächenbedarf bedrängt. Neben ihren gestalterischen, stadtklimatischen, ökologischen und energetischen Potenzialen erschließt die systematische Gebäudebegrünung ein ausgedehntes städtisches Grünflächenpotenzial nahezu ohne Bodenverbrauch. Zielsetzung: Zukunftseignung ist das übergeordnete Leitziel - dabei geht es um die beständige Eignung der Begrünungssysteme für die privaten und städtischen Zielsetzungen, sowie deren (messbaren) Beitrag bezüglich der Zukunftsstrategien zu den Klimazielen, der Luftreinhaltung, dem Schutz von Natur und Artenvielfalt. Diese Forschungsarbeit will als umfassende interdisziplinäre Informationsquelle die Nutzungsvielfalt der Gebäudebegrünung in Korrelation mit den Techniken des energetischen Bauens sichtbar machen. Die Verschmelzung zwischen Architektur, aktiver und passiver Energiegewinnung, Landschaftsarchitektur und Botanik ist der Kerngedanke einer neuen, interdisziplinären Dach- und Fassadenbegrünung. Hierbei zeigen erfolgreiche Realisationen und verlässliche Erfahrungswerte die erreichbare Gestaltungssynergie, Ökologie und die Wirtschaftlichkeit im Sinne einer Verbesserung des städtischen Lebensraums und mithin der "Adresse". Der detaillierte Handlungsleitfaden gibt Bauherrn und Planern Sicherheit, Unterlassungen und Fehlentscheidungen durch eine praktische, schrittweise und einzelfallbezogene Arbeitsanleitung zuverlässig zu vermeiden. Er bietet Motivation, Planungshilfe, Forschungsergebnisse und Praxiserfahrung, um Gebäudebegrünung in Verbindung mit der Nutzung von Umweltenergie als eine reale Option in der Breite des Baugeschehens zu verankern.

Schlagwörter

Energiesparendes Bauen; Gebäudehülle; Begrünung; Dachbegrünung; Fassadenbegrünung; Wirkung; Stadtklima; Stadtraum; Energiegewinnung; Regenerative Energie; Energieeinsparung; Ökologie; Wärmeschutz; Potenzial; Wechselwirkung; Leitfaden; Planungshilfe; Gebäudebegrünung; Bauwerksbegrünung;

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