Mein Zukunft Bau

Verbesserung der Trittschalldämmung von Holzdecken durch optimierte Deckenauflagen

Projektnummer

F20-13-1-005 - 10.08.18.7-14.12

Laufzeit / Status

09.2014 - 10.2016 / laufend

Projektdetails

Beteiligte

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Rüdiger Dorner, Hansastrasse 27c, 80686 München

Fraunhofer Institut für Bauphysik, Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Gebäude in Holzbauweise finden wegen ihrer zahlreichen Vorzüge (kurze Bauzeit, niedrige Kosten, nachhaltige Bauweise, etc.) in Deutschland zunehmend Verbreitung. Neben Einfamilienhäusern gilt dies auch für mehrgeschossige Wohnbauten, die gesetzlichen Schallschutzanforderungen unterliegen. Leider sind in solchen Bauten häufig Defizite bei der Trittschalldämmung der Decken zu verzeichnen. Bislang wird dieser Problematik vor allem durch Beschwerung der Decke (z. B. durch den Einbau von schwimmenden Estrichen in mineralischer Bauweise) begegnet. Dies hat jedoch den Nachteil, dass die grundlegenden Vorzüge der Holzbauweise, wie z. B. geringes Gewicht, hoher Grad der Vorfertigung und Einsatz sortenreiner, nachwachsender Baustoffe, in erheblichem Maße beeinträchtigt werden.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es deshalb, die derzeit übliche Beschwerung zumindest teilweise durch akustisch optimierte Deckenauflagen in Leichtbauweise zu ersetzen. Hierbei ist zum einen an mehrlagige Aufbauten mit integrierter Dämpfungsschicht gedacht, bei der infolge des erhöhten Verlustfaktors eine teilweise Dissipation der eingeleiteten Körperschall-Energie erfolgt. Zum anderen soll das Wirkungs-prinzip der Kontaktsteifigkeit zwischen aufeinanderliegenden rauhen Schichten genutzt werden, um Dämmschichten zu entwickeln, die trotz geringer Dicke eine niedrige dynamische Steifigkeit aufweisen.

Der akustischen Entwicklungs- und Optimierungsprozess erfolgt auf experimenteller Grundlage mit rechnerischer Unterstützung. Die Ausgangsbasis hierfür bilden mehrere im Vorfeld ausgewählte Ausgangskonstruktionen, deren akustische Eigenschaften experimentell bestimmt und anschließend in einem mehrstufigen rekursiven Vorgang schrittweise verbessert werden. Die hierzu erforderlichen Trittschallmessungen (mit einem Norm-Hammerwerk und einem genormten Gummiball als Anregungsquellen) erfolgen an teilflächigen Versuchsaufbauten in einem bauakustischen Deckenprüfstand, in den eine praxisübliche, repräsentative Holzbalkendecke eingebaut wird.

Nach der Entwicklung akustisch optimierter Deckenauflagen wird exemplarisch das Zusammenwirken der Auflagen mit herkömmlichen Schallschutzmaßnahmen, wie schwimmenden Estrichen und abgehängten Unterdecken, erprobt. Dies erfolgt gleichfalls durch Messungen in einem bauakustischen Prüfstand. Den Abschluss der Untersuchungen bildet die Validierung derentwickelten Konstruktionen an einem vollflächigen, praxisgerechten Deckenaufbau.

Schlagwörter

Holzdecken, Deckenauflagen, Trockenestriche, Trittschallminderung

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