Mein Zukunft Bau

Entwicklung eines sicherheitsrelevanten Überwachungssystems für feuchtetechnische Problemstellungen im Holzbau

Projektnummer

F20-14-1-097 - 10.08.18.7-15.18

Laufzeit / Status

07.2015 - 07.2017 / laufend

Projektdetails

Beteiligte

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.,  Hansastraße 27c, 
80686 München

Fraunhofer-Zentrum Bautechnik FZB, Hochschulstraße 1, 83024 Rosenheim
Projektleiter: Dipl.-Ing. (FH) Daniel Heite

PROGEO Monitoring GmbH, Hauptstraße 2, 14979 Großbeeren
SCHAFFITZEL+MIEBACH Faszination Brücken GmbH, Haus Sülz 7, 53797 Lohmar

                               

             

                              

Cluster

Nachhaltiges Bauen, Bauqualität

Projektbeschreibung

Bauwerksschäden im Holzbau sind meist auf eindringende Feuchte bzw. Feuchte aufgrund ungünstiger bauphysikalischer Bedingungen zurückzuführen. Im schlimmsten Fall ist sogar der Einsturz der Gebäude nicht zu vermeiden. Beim Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall war dies zusätzlich mit zahlreichen Todesopfern verbunden. Die Holzfeuchte im Haupttragwerk überschritt zum Einsturzzeitpunkt an vielen Stellen 20 M.-%. (Eine Holzfeuchte über 18 M.-% sollte generell vermieden werden. Die Wahrscheinlichkeit der Bildung von holzzerstörenden Pilzen und der Befall durch Insekten steigt.) Bei der Bauwerksprüfung durch Gutachter konnte diese Vorschädigung nicht festgestellt werden. Eine lückenlose Überprüfung eines so großen, nicht überall zugänglichen Tragwerkes, ist nicht möglich.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, ein System zu entwickeln welches jederzeit die Holzfeuchte des gesamten Tragwerks überwacht und bei Überschreitung von Grenzwerten die Bauwerksverantwortlichen informiert.

Derzeit verfügbare Systeme zur Erfüllung von Monitoringaufgaben im Holzbau ermöglichen lediglich eine punktuelle Überwachung der Holzfeuchte. Um eine annähernd lückenlose Überwachung der Tragwerke zu realisieren, müssten sehr viele Sensoren verbaut werden. Der daraus resultierende finanzielle Aufwand würde dieses jedoch nicht rechtfertigen.

Das neu zu entwickelnde Überwachungssystem muss, aufgrund der vielfältigen Einbausituationen im Holzbau, aus mehreren kombinierbaren Komponenten bestehen. Vorrangig soll eine "intelligente Leimfuge" (Aktivierung der Leimfuge als Holzfeuchtesensor) entwickelt werden. Weiterhin sollen die derzeit verfügbaren Systeme der punktuellen- und der Leckage Überwachung weiterentwickelt und in das neue umfassende Überwachungssystem für Holzbauten integriert werden.

Zielstellung:
• Entwicklung einer „intelligenten Leimfuge“ zur Überwachung der Holzfeuchte (Neuentwicklung). Basierend auf bekannte Verfahren zur Holzfeuchtemessung (Widerstandsfeuchtemessung und dielektrische Feuchtemessung) soll ein Verfahren zur dauerhaften Überwachung der Holzfeuchte an Primär- und Sekundärtragwerken von Holzbauten entwickelt werden.

• Leckageüberwachung zur Überwachung von Abdichtungen speziell im Holzbau (Weiterentwicklung). Der Einsatz von Leckmeldeanlagen ist im Hoch- und Tiefbau seit mehreren Jahren weit verbreitet und soll an die speziellen Anforderungen im Holzbau angepasst werden.

• Einzelmessstellen zur Überwachung der Holzfeuchte an Stellen an denen Verbindungsmittel die Leimfugen durchdringen (Weiterentwicklung / Integration).

Ziel ist die Neuentwicklung eines Holzfeuchteüberwachungs-System, das ausgereifter als alle bisherigen Systeme ist und alle Vorteile der bestehenden Systeme kombiniert und sogar ergänzt.

Schlagwörter

Holzfeuchteüberwachung, Sicherheit im Holzbau, Vermeidung von Feuchteschäden, Verringerung von Sanierungsaufwand

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