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Forschungsinitiative Zukunft Bau
Forschungsinitiative "Zukunft Bau" auf der BAU 2013 in München
Ergebnisse von Projekten der angewandten Bauforschung präsentiert die Forschungsinitiative "Zukunft Bau" auf der Fachmesse BAU 2013.
Die Messe ist die weltgrößte Leistungsschau des Bauwesens und greift aktuelle Erfordernisse der Branche auf. Nachhaltiges, generationengerechtes Bauen und Energieeffizienz sind Leitthemen der Messe, die sich in allen Ausstellungsbereichen widerspiegeln.
Informierte sich am Messestand: Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer (Mitte),
mit Harald Herrmann, Leiter des BBSR (rechts), Prof. Dr. Armin Rogall, FH Dortmund (links)
(Blüher/BBSR)
Auf dem Stand der Forschungsinitiative wird unter anderem die bioreaktive Fassade präsentiert, ein dynamisches Fassadensystem zur Erzeugung von erneuerbarer Energie aus Algen-Biomasse und solarer Wärme. Das System wurde unter Führung von Arup, Berlin, mit Unterstützung der Forschungsinitiative entwickelt. Die erste bioreaktive Fassade von 200 qm kommt am BIQ-Gebäude auf der Internationalen Bauausstellung 2013 in Hamburg zum Einsatz.
Mit ULTRASLIM zeigt "Zukunft Bau" das weltweit einzige energieeffiziente Fenstersystem in Ultraleichtbauweise. Der Rahmen besteht vollständig aus Glasfaser-Kunststoff (GFK), darin wird ein Vakuum-Isolations-Glas (VIG) eingeklebt. Das Fenstersystem ULTRASLIM ist nicht nur schlank und ästhetisch ansprechend. Es erfüllt auch die hohen Anforderungen von Wärme-, Brand- und Schallschutz und umfasst innovative Öffnungs- und Schaltkonzepte. ULTRASLIM ist ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Dortmund und des Faserinstituts Bremen.
ULTRASLIM - energieeffizientes Fenstersystem in Ultraleichtbauweise
(FH Dortmund)
Neben sechs wandgroßen Exponaten bietet die Forschungsinitiative täglich von Dienstag bis Samstag jeweils vormittags im Forum der Halle B0 ein Vortragsprogramm. Das Programm umfasst 23 Vorträge zu den Themen Nachhaltigkeit, altersgerechtes Bauen, Energieeffizienz und Zukunftsforschung.
Forschungsinitiative Zukunft Bau
Halle B0, Standnr. 3
Die BAU 2013, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Bausysteme, findet vom 14. bis 19. Januar 2013 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt.
Kontakt:
Guido Hagel, Referat II 3 – Forschung im Bauwesen, Gebäudemanagement
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Telefon +49 228 99401-1482
E-Mail guido.hagel(at)bbr.bund.de
Effizienzhaus Plus im Altbau: Wettbewerb entschieden
Zwei Gewinner des offenen interdisziplinären Planungswettbewerbs für Hochschulen in Zusammenarbeit mit Planungsbüros
Am Planungswettbewerb konnten Hochschulen in Zusammenarbeit mit Planungsbüros teilnehmen. Es haben 14 Teams teilgenommen. Die unabhängige Jury hat am 06. Juli entschieden. Ergebnis: 2 Preise zu Preisgeld je 25.000 € und drei Anerkennungen je 10.000 €.
Zitat Peter Ramsauer: "Die Stadt Neu-Ulm wird bald um eine Attraktion reicher. Hier werden erstmals sanierte Altbauten mehr Energie produzieren, als sie selbst benötigen. Im Neubau ist das schon zu schaffen, das zeigt unser Haus in Berlin. Neu ist der Versuch, bestehende Häuser auf dieses Niveau zu bringen. Das ist im Hinblick auf die Energiewende ein sehr interessantes Projekt. Wenn es sich bewährt, wäre es ein Riesenschritt in Richtung energieeffiziente Stadt."
Teilnehmer der Sitzung v.l.: Michaela Schmidt, Georg Sahner, Jasmin Kemmler, Helmut Mildner, Carsten Tichelmann, Gerold Noerenberg, Uta Pottgiesser, , Günther Hoffmann, Guido Hagel, Andreas Neureuther, Günther Pfeiffer, Ulrich Zink
Insgesamt sollen vier Altbauten in Neu-Ulm auf "Plusenergiestandard" saniert werden. Beide Gewinnerkonzepte werden in einer Hauszeile
jeweils an zwei Bestandsgebäuden umgesetzt. Die Fertigstellung ist für 2013 geplant. Anschließend treten die vier sanierten
Häuser im Rahmen eines zweijährigen Monitorings in den Wettbewerb.
Für dieses anspruchsvolle Projekt hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Kooperation mit der
Wohnungsbaugesellschaft Neu-Ulm einen Wettbewerb für die Entwicklung eines Sanierungskonzeptes für ein Plusenergie-Gebäude im Altbau
ausgelobt. Der am 21.02.2012 ausgelobte Wettbewerb wurde auf der Sitzung der Jury am 06.07.2012 unter der Leitung von Frau Prof. Lydia Haack
(Hochschule Konstanz) entschieden. Die beiden Siegerteams sind:
– Die Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr, Institut Energiesystem und Energiewirtschaft, Prof. Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus mit
dem Büro Werner Sobek Stuttgart GmbH und Oehler Archkom – Solar Architektur.
– Die Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet für Entwerfen und Energieeffizientes Bauen, Prof. Dipl.-Ing. M. Sc. Econ. Manfred Hegger
mit o5 architekten bda – raab hafke lang und der ina Planungsgesellschaft mbH
Beiden Wettbewerbteams ist es mit innovativer Planung gelungen, die sanierungsbedürftigen Mehrfamilienhäuser, die zur Zeit für den Betrieb jeweils ernorme 507 kWh/m²a Endenergie benötigen, zu Plusenergiehäusern zu wandeln. Die Energieüberschüsse werden dabei mittels gebäudeintegrierter Photovoltaik produziert.
Eine Besonderheit des Wettbewerbsbeitrags der Hochschule Ruhr West ist die Integration der gesamten Haustechnik in die Außenhülle. Dabei soll ein hochwärmedämmendes Fassadensystem vorgefertigt mit allen notwendigen Leitungskomponenten auf die derzeitige Außenwand montiert werden. Dies entlastet den Grundriss von Leitungsführungen und vermeidet zusätzliche Schächte und Durchbrüche im Innenraum. Die Photovoltaik wird konsequent auf den südausgerichteten Dachflächen montiert. Ein neuartiges Elektro-Managementsystem steuert den dort am Gebäude produzierten Strom für den Eigenverbrauch im Quartier.
Auch der Technischen Universität Darmstadt ist es gelungen, aus einem technisch rückständigen Haus ein kleines Kraftwerk zu schaffen. Die wesentlichen Anlagenteile der Haustechnik werden hier im Dachraum integriert. Auffällig an diesem Entwurf ist jedoch der betont behutsame Umgang mit dem Bestand und die sorgfältige Tageslichtplanung für das Wohngebäude. Der geplante Materialeinsatz erfolgt strikt nach den Vorgaben einer vorbildlichen Ökobilanzierung: die gute Umweltverträglichkeit sowie die leichte Instandhaltung, Trennbarkeit und Entsorgung der eingesetzten Materialien sind hier selbstverständlich.
Die Jury:
1. Prof. Dipl.-Ing. Günter Pfeifer, Darmstadt
2. Prof. Dr.-Ing. Uta Pottgiesser, Detmold
3. Prof. AA. Dipl. Lydia Haack, München
4. Guido Hagel, Dipl.-Ing. Architekt, BBR Bonn
5. Prof. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann, Darmstadt
6. Helmut Mildner, Geschäftsführer NUWOG, Neu-Ulm
7. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, Neu-Ulm
8. Günther Hoffmann, MD BMBVS
9. Andreas Neureuther, Stadtbaudirektor Neu-Ulm
Die Preisrichter v.l.: Carsten Tichelmann, Andreas Neureuther, Guido Hagel, Günther Hoffmann, Uta Pottgiesser, Lydia Haack, Gerold Noerenberg, Helmut Mildner, Günther Pfeifer
Förderprogramm für Modellprojekte im Effizienzhaus Plus Standard
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) führt sein neues Förderprogramm für Modellhäuser, die den so genannten "Plus-Energie-Standard" erfüllen in 2012 fort.
Mit dem Programm werden Bauherren unterstützt, die Gebäude errichten, die deutlich mehr Energie produzieren, als für deren Betrieb notwendig ist. Diese Energie soll insbesondere für die Elektromobilität zur Verfügung stehen. Die Modellprojekte werden anteilig beim Einsatz innovativer Techniken (Förderung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich, u. a. Photovoltaik, Windkraft, Biofassade) und deren wissenschaftlicher Begleitung gefördert. Mit den so gewonnenen Forschungsergebnissen soll das Energiemanagement von modernen Gebäuden verbessert und die notwendigen Komponenten für die energieeffiziente Gebäudehülle und die Nutzung erneuerbarer Energien fortentwickelt werden. Das BMVBS hat im Rahmen dieses Netzwerkes ein eigenes Plus-Energie-Haus mit Elektrofahrzeugen als Forschungsobjekt und Schaustelle in Berlin seit 2011 errichten.
Die neue Fördermaßnahme richtet sich an alle Bauherren oder deren bevollmächtige Vertreter – z. B. Privatpersonen, Institutionen, Unternehmen. Gefördert werden zunächst ausschließlich Wohngebäude (Ein-, Zwei- Reihen, und Mehrfamilienhäuser), die in Deutschland errichtet werden. Die Gebäude sollen in der Lage sein, neben allen Funktionen des Hauses wie Heizung, Warmwasser, Beleuchtung oder Haushaltsstrom, Elektrofahrzeuge oder weitere externe Nutzer wie z.B. benachbarte Häuser zu bedienen. Sie sollen unter realen, das heißt bewohnten Bedingungen, getestet und evaluiert werden. Dazu wird den Bauherren jeweils eine Expertengruppe zur Seite gestellt. Die Forschungsergebnisse werden anschließend veröffentlicht. Dank der gewonnenen Erkenntnisse soll das Energiemanagement von modernen Gebäuden verbessert und die notwendigen Komponenten für die energieeffiziente Gebäudehülle und die Nutzung erneuerbarer Energien fortentwickelt werden.
Zuwendungsanträge sind bis zum 31.12.2012 einzureichen beim:
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Referat II 3
Deichmanns Aue 31-37
53179 Bonn
ZB@bbr.bund.de
Das BBSR ist Bewilligungsbehörde im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. BBSR entscheidet auf der Grundlage der eingereichten Unterlagen.
Neue Antragsrunde eingeläutet. Aktuelle Unterlagen für die Antragsforschung
Im Rahmen der Antragsforschung der Forschungsinitiative Zukunft Bau werden im Jahre 2012 zwei Antragsrunden durchgeführt. Es können nur für solche Anträge Zuwendungen erteilt werden, die für die erste Antragsrunde bis zum 16.04.2012 und für die zweite Runde bis zum 03.12.2012 vollständig im BBSR vorliegen.
BMVBS lobt Wettbewerb "Effizienzhaus Plus im Altbau" aus
Die Bundesrepublik Deutschland vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) lobt den Wettbewerb
"Effizienzhaus Plus im Altbau" aus.
Das Projekt soll den Stand der Entwicklung im energieeffizienten, nachhaltigen Bauen und Wohnen in der Bundesrepublik Deutschland aufzeigen. Und dies speziell und insbesondere im Bauen im Bestand.
Weitere Informationen unter:
Fachtagung "Die neue Plus-Energie-Welt"
Beginn 21.02.2012 13:00 Uhr
Ende 21.02.2012 19:30 Uhr
Veranstaltungsort
Messegelände Berlin
Messedamm 22
14055 Berlin
Messepalais am Funkturm
Das Zeitalter der positiven Energiebilanzen hat begonnen. Am 07.12.2011 eröffneten Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Minister Dr. Peter Ramsauer das Effizienzhaus Plus des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin. Es erzeugt in der Jahresbilanz mehr Energie wie für Heizung, Warmwasserbereitung und Haushaltsstrom benötigt wird. Mit dem Energieüberschuss werden Elektrofahrzeuge geladen. Aktuell werden am Effizienzhaus Plus die Systeme getestet und Messdaten erhoben. Zudem ist geplant, das Gebäude für 15 Monate einem realen Nutzungstest zu unterziehen und ein entsprechendes Monitoring durchzuführen. Dazu wird ab März 2012 eine vierköpfige Familie einziehen.
Kurz vor dem Einzug der Familie werden am 21.02.2012 im Rahmen der Baufachmesse "bautec 2012" erste Erfahrungen mit diesem Modellvorhaben vorgestellt und die möglichen weiteren Entwicklungen diskutiert. Auch Partner des neu entstehenden Netzwerkes für Gebäude im Plus-Energie-Standard, wie Prof. Fisch, die Firma VELUX und die Unternehmen der Fertighausindustrie, werden über ihre Erfahrungen berichten. Ein Schwerpunkt der Tagung ist auch die Diskussion zur Gewinnung erneuerbarer Energien über die Gebäudehülle und die intelligente Vernetzung und Speicherung. Die Tagung wird durch eine Rede des Staatssekretärs im BMVBS, Herrn Rainer Bomba, eröffnet.
Angemeldete Teilnehmer erhalten freien Entritt zur bautec 2012. Anmeldemodalitäten können dem Veranstaltungsflyer entnommen werden.
Vortragsprogramm der Forschungsinitiative Zukunft Bau auf der bautec 2012 in Berlin
Im Rahmen der diesjährigen internationale Baufachmesse bautec in Berlin wird die Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wieder ein Vortragprogramm zu aktuellen Ergebnissen aus der Bauforschung durchführen. Von Mittwoch, 22.02. bis einschließlich Samstag, 25.02. werden jeweils vormittags im Forum in der Halle 22 zu bestimmten Themenschwerpunkten ausgewählte Referenten ihre Projekte und Ergebnisse präsentieren:
| Mittwoch 22.02 | Plus Energie: Das Effizienzhaus-Plus |
| Donnerstag 23.02 | Zukunft Bauen mit Innovationen |
| Freitag 24.02 | Architektur + Plus |
| Samstag 25.02 | Energie & Nachhaltigkeit |
Effizienzhaus Plus
Seit Ende 2011 kann das "Energieüberschusshaus" in Berlin besichtigt werden. Das Gebäude erzeugt mehr Energie als es
verbraucht und bietet somit einen Blick in die Zukunft des Wohnens.
BMVBS – Effizienzhaus-Plus
Förderprogramm für Energie-Plus-Häuser aufgelegt
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat ein neues Förderprogramm für Modellhäuser aufgelegt, die den sogenannten „Plus-Energie-Standard“ erfüllen. Dafür stehen zunächst im Jahr 2011 rund 1,2 Millionen Euro bereit. Mit dem Programm werden Bauherren unterstützt, die Gebäude errichten, die deutlich mehr Energie produzieren, als für deren Betrieb notwendig ist. Diese Energie soll insbesondere für die Elektromobilität zur Verfügung stehen.
Die Modellprojekte werden im Rahmen eines wissenschaftlichen Begleitprogramms ausgewertet. Mit den Ergebnissen soll das Energiemanagement von modernen Gebäuden verbessert und die notwendigen Komponenten für die energieeffiziente Gebäudehülle und die Nutzung erneuerbarer Energien fortentwickelt werden. Das BMVBS wird im Rahmen dieses Netzwerkes ein eigenes Plus-Energie-Haus mit Elektrofahrzeugen bis Ende des Jahres als Forschungsobjekt und Schaustelle in Berlin errichten.
Die neue Fördermaßnahme richtet sich an alle Bauherren oder deren bevollmächtige Vertreter – z.B. Privatpersonen, Institutionen, Unternehmen. Gefördert werden zunächst ausschließlich Wohngebäude (Ein-, Zwei- Reihen, und Mehrfamilienhäuser), die in Deutschland errichtet werden. Die Gebäude sollen in der Lage sein, neben allen Funktionen des Hauses wie Heizung, Warmwasser, Beleuchtung oder Haushaltsstrom, Elektrofahrzeuge oder weitere externe Nutzer wie z.B. benachbarte Häuser zu bedienen. Sie sollen unter realen, das heißt bewohnten Bedingungen, getestet und evaluiert werden. Dazu wird den Bauherren jeweils eine Expertengruppe zur Seite gestellt. Die Forschungsergebnisse werden anschließend veröffentlicht. Dank der gewonnenen Erkenntnisse soll das Energiemanagement von modernen Gebäuden verbessert und die notwendigen Komponenten für die energieeffiziente Gebäudehülle und die Nutzung erneuerbarer Energien fortentwickelt werden.
Förderprogramm für Energie-Plus-Häuser aufgelegt
Das Förderprogramm für Energie-Plus-Häuser endete am 31.12.2011 - Fortführung in 2012 geplant
Es ist geplant, das Förderprogramm in 2012 fortzuführen.
Nähere Informationen werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht.
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Referat II 3
Deichmanns Aue 31-37
53179 Bonn
ZB(at)bbr.bund.de
Das BBSR ist Bewilligungsbehörde im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. BBSR entscheidet auf der Grundlage der eingereichten Unterlagen.
Zukunft bauen
Das Magazin der Forschungsinitiative Zukunft Bau
Hrsg.: BMVBS/BBSR, Bonn, Januar 2011
Die Forschungsinitiative Zukunft Bau stellt in der zweiten Ausgabe des Magazins Zukunft bauen aktuelle Ergebnisse und Hintergrundinformationen aus der Bauforschung vor. Das Heft enthält Berichte zu abgeschlossenen Vorhaben aus der Antragsforschung. Es beleuchtet zudem forschungspolitische Entwicklungen und beantwortet Fragen aus der Baupraxis. Zukunft bauen ist deshalb nicht nur für Forscher interessant, sondern auch für Studierende, Architekten und Fachingenieure. Themen sind u. a.:
- Green Buildings,
- solares Bauen,
- Umgang mit Leerstand und Bestandsgebäuden,
- Planungs- und Produktionskonzepte für den urbanen Wohnungsbau,
- neuartige Herstellungsverfahren für funktional gradierte Bauteile,
- Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Wertermittlung von Einzelimmobilien.
Einen Schwerpunkt bilden Interviews mit Akteuren der Bauforschungsszene: im Gespräch mit Jürgen Ruth von der Bauhaus Universität geht es um die solare Ausrichtung des Bauens und die Suche nach Entwurfsprinzipien wandelbarer Gebäude und warum er Antizipation zum neuen Entwurfskonzept erklärt. Der Programmverantwortliche der Forschungsinitiative im BMVBS Hans-Dieter Hegner äußert sich zur Zukunft der Bauforschung. Er fordert, dass das Innovationsgeschehen noch stärker auf die Megatrends Energieeffizienz, Rohstoffknappheit und demographischer Wandel reagieren muss. Die Architektin Jana Reichenbach-Behnisch arbeitet in ihrem Tapetenwerk in Leipzig an Zukunftsperspektiven für leere Räume. Mit dem Ansatz der von ihr entwickelten multiplen Häuser m&oauml;chte sie zudem bewusst den negativen Folgen von Zentralisierung entgegenwirken. Werden High-Tech Produkte die Massenbaustoffe in einigen Jahren ablösen? Diese Frage beantwortet Tanja Brockmann, Referatsleiterin im BBSR. Nach Ihrer Einschätzung wird sich die Baustoffindustrie auf eine Rücknahme von Altmaterialien und Schutt einstellen müssen.
Verantwortlich:
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Bonn
Guido Hagel
guido.hagel(at)bbr.bund.de
Kostenfrei zu beziehen bei:
ursula.luhmer(at)bbr.bund.de
Stichwort: Broschüre Zukunft bauen
Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer eröffnet zum Auftakt der BAU 2011 den Kongress "Bauen für die Zukunft – nachhaltig, energieeffizient und innovativ"
Die BAU 2011 in München präsentiert sich als internationale Leitmesse des Bauwesens. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) veranstaltet am 17. Januar 2011 in Kooperation mit der Messe München, der Bayrischen Architektenkammer und der Bayerischen Ingenieurkammer Bau zum Auftakt der Messe einen Kongress zu aktuellen Fragen des Bauens. Hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland werden Stellung beziehen zum Leitthema der BAU 2011 "Nachhaltig Bauen".
Plusenergiehaus mit E-Mobilität
Offener interdisziplinärer Planungswettbewerb für Hochschulen in Zusammenarbeit mit Planungsbüros
Der am 18. August 2010 vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Vertretung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung ausgelobte Wettbewerb für ein Plusenergiehaus mit E-Mobilität ist entschieden: Sieger ist die Universität
Stuttgart, Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren
Alle Wettbewerbsarbeiten können vom 10. bis 23. November 2010, täglich von 12 bis 18 Uhr im Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung, Erich-Klausener-Saal, Invalidenstraße 44, 10115 Berlin besichtigt werden. Die Besucher der Ausstellung
werden gebeten, einen amtlichen Lichtbildausweis mitzuführen.
1. Preis: Universität Stuttgart, Institut für Leichtbau
Entwerfen und Konstruieren, Perspektive
Quelle: BBR
Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Werner Sobek
MA: Dipl.-Ing. Michael Herrmann, Dipl.-Ing. Architekt Christian Bergmann/MA Sc. Thorsten Klaus
mit
Institut für Gebäudeenergetik, Dipl.-Ing. Jörg Arold
Lehrstuhl für Bauphysik, Dipl.-Ing. Jan Paul Lindner
Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement, Dipl.-Physiker Florian Klausmann (Mobilitätskonzepte)
und
Werner Sobek Stuttgart GmbH, Stuttgart
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Werner Sobek
MA: Dipl.-Ing. Architekt Petra Michaely
Werner Sobek Green Technologies GmbH, Stuttgart
Dr.-Ing. MA Heide Schuster, Dr.-Ing. Thomas Winterstetter
MA: Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-BW (FH) Jürgen Schroth, Dipl.-Ing, Viola Kosseda
2. Preis: TU Dresden, Institut für Energietechnik/
Professur für Gebäudeenergietechnik und
Wärmeversorgung, Perspektive
Quelle: BBR
Institut für Energietechnik/Professur für
Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung
Prof. Dr.-Ing. Clemens Felsmann
MA: Dipl.-Ing. Felix Panitz
mit
Institut für Gebäudelehre und Entwerfen
Prof. Carsten Lorenzen
MA: Dipl.-Ing. Reinhard Mayer, Dipl.-Ing. Christoph Richter
Institut für Bauklimatik (Bauphysik), Dr.-Ing. Rudolf Plagge
Institut für Elektrische Energieversorgung und Hochspannungstechnik (Elektr. Lastgänge, Speicher)
Prof. Dr.-Ing. Peter Schegner
Institut für Angewandte Informatik (Gebäudeautomation, Energiemanagement), Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Kabitzsch
Institut für Baubetriebswesen (Kosten, Wirtschaftlichkeit)
Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
Professur für Betriebliche Umweltökonomie (Ökobilanzierung), Prof. Dr. Edeltraut Günther
und
HMX, Dresden
Dipl.-Ing. Architekt Reinhard Mayer, Dipl.-Ing. Architekt Christian Hellmund
3. Preis: Universität der Künste Berlin, Institut für
Architektur und Städtebau, Fachgebiete
Konstruktives Entwerfen und Tragwerkslehre und
Versorgungsplanungund Versorgungstechnik,
Perspektive
Quelle: BBR
Institut für Architektur und Städtebau, Fg Konstruktives Entwerfen und Tragwerkslehre
Prof. Dr. Ing. Christoph Gengnagel
Fg Versorgungsplanung und Versorgungstechnik
Prof. Dr.-Ing. Christoph Nytsch-Geusen
MA: Dipl.-Ing. André Sternitzke, Dipl.-Ing. Jörg Huber/Felix Heisel
mit
Institut für urbanen Holzbau
Dipl.-Ing. Architekt Daniel Rozynski
MA: Dipl.-Ing. Architekt Philipp Koch, Dipl.-Ing. Architekt Matthias Schrimpf, Dipl.-Ing. Architekt Christoph Roedig
Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin
Paul Rogers, B. Sc. Christian Wiezorek
Der erste Preisträger überzeugte das Preisgericht aufgrund folgender Aspekte:
Die Stärke des Gebäudekonzeptes liegt in der Modularisierung der Gebäudeteile, die in verschiedenen Modellen
überzeugend angeboten wird, zudem in einer Grundrissstruktur mit Ost-West-Orientierung, die die Versorgungs- und
Erschließungsspange in die Mitte setzt, so dass ein moderner, vielseitig nutz- und brauchbarer Gebäudetyp angeboten wird.
Als solches ist es ein tragfähiges, architektonisch zeitgemä ßes und anpassungsfähiges Konzept, das einen
innovativen Beitrag darstellt.
Die Gebäudeform ist kompakt und der bauliche Wärmeschutz entspricht dem eines Plusenergiehauses; der außenliegende Sonnenschutz
ist hochwirksam. Der Entwurf verfügt über ein effizientes Heiz- und Kühlsystem in Verbindung mit einem Wasserspeicher.
Die Baustoffauswahl genügt hohen Ansprüchen an die Ökologie. Die Möglichkeit eines hohen Vorfertigungsgrades ist
gegeben. Dieses Konzept stellt in überzeugender Art und Weise die Kombination zwischen energieeffzientem Wohnen und
Elektromobilität dar. Mit einem Pufferspeicher von 40 kWh ist eine gute Eigennutzung der erzeugten elektrischen Energie
möglich (50%). Auch Schnellladekonzepte können so integriert werden. Die Interaktion zwischen Nutzer, Haus und Fahrzeugen
wird intelligent über Smartphone-Konzepte geplant und eröffnet damit zukunftsweisende Anwendungen. Die Lade- und
Speicherkonzepte in der Gesamteinbindung sind schlüssig und gut dargestellt. Die Präsentation von Informationen aus
Elektromobilität und Energiestatus für den Nutzer und zum Teil auch für die Öffentlichkeit sind sehr gut konzipiert
und repräsentieren das Thema in hervorragender Weise.


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